Wildeshausen/Dötlingen - Virtuelle Rundgänge per Video, detaillierte Beschreibungen, Fotos von Gärten und Nahaufnahmen von Insekten und Blumen: Die Beiträge zum Wettbewerb „Klimafreundliche Gärten und Balkone im Landkreis Oldenburg“ haben es der Jury nicht leicht gemacht. Drei Siegerinnen und Sieger stehen nun fest: aus Wildeshausen und Dötlingen. Sie erhalten Gutscheine von lokalen Gärtnereien.
Blühfläche und Teich
Im Garten von Andrea und Peter Hiltrop in Dötlingen hat die Jury unter anderem eine Fassadenbegrünung, die minimale Bodenversiegelung, eine Blühfläche, ein kleiner Teich, in den das Regenwasser geleitet wird, und ein großer Gemüsegarten überzeugt. Auch gibt es in diesem Garten viele Nistmöglichkeiten für Vögel, ein Insektenhotel und eine Pflanzenkläranlage, in der Abwasser gereinigt wird.
Ein weiterer Gewinner ist Fritz Rietkötter aus Wildeshausen. Auf die Frage, welchen Klimaaspekt er in seinem Garten hervorheben möchte, antwortet er: „Besonders stolz bin ich auf den Aspekt, dass sowohl mein Gemüse- als auch mein Erholungsgarten komplett ohne chemische Pflanzenschutzmittel und Fremddünger auskommt.“
Der Wildeshauser Martin Bruns, ebenfalls Sieger des Wettbewerbs, weist darauf hin, dass alle Flächen immer irgendwie bewachsen sind und somit Wasser gespart werden kann. Auch wird der Rasen nur auf den Flächen gemäht, die als Wege genutzt werden.
Zusätzlich vergibt die Jury vier Sonderpreise für besonders lobenswerte Gestaltungselemente: Einen erhalten Sabine und Peter Altmann aus Hude, die in ihrem Garten besonders viele unterschiedliche Lebensräume für verschiedenste Tiere und Pflanzen geschaffen haben.
Frauke Carstens und Katharina Warmuth haben als Mieterinnen einen Garten bei einem Vier-Parteien-Haus in Sandkrug im Frühjahr neu angelegt – mit Gemeinschaftsgarten und Blühwiese. Ein großer Balkon wurde mit vielen Kästen und Kübeln ausgestattet, in denen unter anderem Bohnen, Mangold und heimische Stauden wachsen.
Der Garten von Astrid Kruid in der Gemeinde Hude sticht durch eine große Pflanzenvielfalt und durch gezielte Nahrungspflanzen für bestimmte Tierarten hervor. Auch finden in dem Garten gebrauchte Gegenstände eine Wiederverwendung.
„Sind begeistert“
Der Sonderpreis für den Garten von Insa Winkler wird für die Kombination von Natur, Kunst und Klimaschutz vergeben. „Wir sind begeistert von den tollen Gärten, die es bereits hier im Landkreis Oldenburg gibt“, meinen Manuela Schöne und Marion Unkraut vom Klimaschutzteam des Landkreises Oldenburg, die den Wettbewerb organisiert haben. Landrat Christian Pundt begrüßt das Projekt außerordentlich, das „durchaus eine Strahlkraft für zukünftige Projekte und Aktionen hat“.
Weitere Infos zu den Gewinner-Gärten gibt es unter
