Wildeshausen - „Wir haben das Gefühl, die Leute wollen sich was gönnen, sie wollen es gerade an Weihnachten zuhause schön haben“, sagt Johannes Lenzschau, Inhaber von „Schnittker am Markt“. Lenzschau blickt optimistisch auf das laufende Weihnachtsgeschäft, insgesamt habe es gut begonnen.
Allerdings, schränkt er auch ein, seien seine Produkte vom Preisanstieg und geringerer Kaufkraft weniger betroffen als in anderen Geschäften. Über die Situation anderer Einzelhändler in Wildeshausen könne er noch nichts sagen, so der Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins (HGV).
Einkaufen vor Ort
Den Optimismus teilt auch Peter Gebhardt von der Gilde-Buchhandlung, ebenfalls aus dem Vorstand des HGV: „Das Weihnachtsgeschäft ist recht gut angelaufen. Bücher sind preisstabil und bleiben ein beliebtes Weihnachtsgeschenk.“ Zwar spürt auch Gebhardt die Folgen der Preissteigerungen bei seinen Kunden, aber aufgrund der Buchpreisbindung seien diese bei Büchern nicht so stark wie in anderen Bereichen vorhanden.
„Die Kunden freuen sich auf die Adventszeit, sie freuen sich auch auf das Einkaufen vor Ort“, so Gebhardt. Zusammen mit dem Stadtmarketing der Stadt Wildeshausen versucht der HGV die lokalen Händler zu stärken. Das Weihnachtsgeschäft wiederum ist nicht für alle Händler und Geschäftsleute von gleicher Relevanz.
Für die Gilde-Buchhandlung sei natürlich das Weihnachtsgeschäft traditionell besonders wichtig, für Modegeschäfte etwa spiele dieser Aspekt eine etwas geringere Rolle, so Gebhardt. Dass sich dennoch viele auch über Kleidung unter dem Weihnachtsbaum freuen, zeigt sich zum Beispiel beim Modegeschäft Baute. „Das Weihnachtsgeschäft läuft so langsam an“, sagt Inhaber Nasmi Alkanat und fügt hinzu, er blicke optimistisch auf die kommenden Wochen.
Beliebte Geschenke
Vergleiche zu den vergangenen Jahren seien aufgrund der Corona-Pandemie teilweise schwierig. Dennoch fällt Lenzschau bei „Schnittker am Markt“ eine Besonderheit des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts auf: „Die Nachfrage nach schönen und hochwertigen Wolldecken ist gestiegen, auch als Geschenk.“ Grund hierfür könnte durchaus das Energiesparen sein, mutmaßt der Händler.
Gleichzeitig wirken sich aber auch noch die vergangenen Jahre mit Corona-Reisebeschränkungen aus: Die Nachfrage nach Koffern und Reisegepäck sei trotz Inflation hoch, so Lenzschau.
