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Gilde in Wildeshausen Und die Burgwiese leuchtet doch

Peter Kratzmann

Wildeshausen - Kehrt sich jetzt alles wieder zum Guten für das Gildefest in Wildeshausen? Wohl frühestens Pfingsten 2022. Auf der Burgwiese, wo das Gildefest am Sonntagabend normalerweise vor Tausenden Zaungästen, Gildemitgliedern, Offiziellen und Ehrengästen mit Ansprache, Zapfenstreich und Paradeschritt eröffnet wird, waren erste Anzeichen zu sehen. Erneut ließen es sich die Gildemitglieder Thomas Schwoll und Peter Petersen nicht nehmen, „ihr“ Pfingstfest in trauter Zweisamkeit zu eröffneten.

Doch diesmal präsentierte sich die Burgwiese anders als sonst zu Pfingsten. Maulwurfshügel erhoben sich hier und da aus dem Rasengrün. Diese Löcher und Stolperfallen werden normalerweise eliminiert.

Gute Laune

Schwoll & Petersen trafen sich in Anlehnung an den Zeitplan des Gildefestes jedenfalls in bester Laune auf der Burgwiese. Am Sonntag lüfteten sie auch das Geheimnis um ihr neues Outfit. In der Lehmkuhle am Himmelfahrtstag hatten sich die beiden noch nicht geoutet, aber ihre roten neuen Shirts gezeigt. Zum Wecken am Pfingstmorgen und „Besuch“ beim Bürgermeister aber konnte jeder lesen, wem sich die beiden Musiker gewogen fühlen. Als Mitglieder des „Ersten Trommler und Bums Bataillons Stützpunkt Lummerland-Ost“ verbreiten sie nun gute Laune.

Dazu gehörte am Abend eben auch das Feuerwerk auf dem Burgberg. Nachdem das Duo im Gleichschritt von der Schulseite aus kommend, quasi durch die Hintertür, auf die Burgwiese marschierte, zückten Schwoll & Petersen eine Pappschachtel. Darin befanden sich vier Pyrolichter mit Brenndauer von fast 40 Sekunden. Blau, Rot, Gelb und Grün waren Farben, die den Abendhimmel erhellten. Auf jeden Fall war es das günstigste Feuerwerk seit Jahren. „Gute zwölf Euro haben wir ausgegeben. Das ist uns das Feuerwerk doch wert“, frotzelten die beiden und entfachten das Bengalo-Feuer mit der Hoffnung, vom Schatzmeister der Gilde unterstützt zu werden.

Es war nicht sicher, aber einige Stimmen im Hintergrund waren dabei zu hören. Man munkelte von zivilen Mannen mit Wacheorden an der Brust. Einer soll auch seine Flöte unter der Jacke versteckt haben, was auf Mitglieder des Spielmannzuges schließen ließ. Ansonsten Stille auf der Burgwiese. Mal einige Fahrradfahrer und Fußgänger, die auf dem Areal zu sehen waren.

Heute auf Herrlichkeit

An diesem Dienstag steht für Schwoll & Petersen das Antreten auf der Herrlichkeit an, danach der Ausmarsch mit Fahrzeugunterstützung, viel Pappe und einem Standartenpferd. So soll es raus aus der Innenstadt Richtung Krandel gehen.

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