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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg

Wildeshauser ermöglicht über Facebook Fahrt ins Wunderland

08.01.2019

Wildeshausen /Hamburg Zufriedenheit im Miniatur-Wunderland: „Wir schweben weiter auf Wolke 7“, sagen die Macher. Doch leider ginge es nicht allen Menschen so gut. Es gebe viele Familien, für die ein Kino-, Theater- oder Wunderland-Besuch schlicht zu teuer sei. Daher haben die Verantwortlichen von Deutschlands größter Modellbau-Landschaft erneut die Aktion „Ich kann es mir nicht leisten“ gestartet. An 22 Tagen im Januar kommen alle – egal ob Hartz-IV-Empfänger, Alleinerziehende, Flüchtlinge oder Großfamilie, die sich den Eintritt nicht leisten können – umsonst ins Wunderland. Es reiche aus, den Satz „Ich kann es mir nicht leisten“ an der Kasse zu sagen oder einen Zettel vorzuzeigen.

„Eine tolle Aktion“, findet der Wildeshauser Christian Harting. Er und seine Familie sind erklärte Fans der Miniaturwelt in Hamburg. Das Einladungsvideo des Wunderlandes zur Aktion „Ich kann es mir nicht leisten“ wurde in den sozialen Medien millionenfach verbreitet. Zu lesen waren dort aber auch Kommentare von Betroffenen, denen die Anfahrt zu teuer ist. „Ich würde gern mit meinem Sohn (12) und Neffen (10) dort hin“, schrieb etwa Alexandra D., „es mir aber finanziell nicht möglich, dort hinzukommen“.

Harting handelte. Der 41-jährige Augenoptiker- und Hörgeräteakustikermeister rief die Facebook-Gruppe „Ab ins Wunderland“ ins Leben. Ziel sei es, Bedürftigen eine Fahrt zum Wunderland nach Hamburg zu ermöglichen. Wer sich eine Unterstützung wünscht, sollte seine Situation beschreiben. Spender können den Betroffenen beispielsweise ein Bahn-Ticket zukommen lassen. „Ich hoffe, wir können hier viel Gutes tun“, sagte Harting, als er die Facebook-Gruppe gründete.

Das war vor drei Tagen. Seitdem sind Hunderte von positiven Reaktionen eingegangen. Bis Montag zählte die Gruppe „Ab ins Wunderland“ 120 Mitglieder. „Ich finde die Aktion super und würde mich auch gerne an Tickets beteiligen“, schreibt beispielsweise Jessica K. Und Binchen H. ergänzt: „Ich würde gerne ein Ticket spendieren.“

Zumeist sind es Familien mit Kindern oder Alleinerziehende, die um Unterstützung bitten: „Nach einem halben Jahr mit zwei Schicksalsschlägen von Uropa und Opa, würde ich auch gerne mal mit meinem Sohn dahin. Wir würden uns tierisch freuen“, so Janine K. Aus Sachsen-Anhalt schreibt eine Mutter von sieben Kindern und sieben Enkelkindern: „Ich liebe meine Rasselbande und möchte ihnen auch mal eine Freude machen. Wer kann helfen?“ Auch eine alleinerziehende Mutter von vier Kindern bittet um Unterstützung.

Die digitalen Wunschzettel kommen an: Innerhalb kurzer Zeit kamen 300 Euro zusammen, damit eine Gruppe aus Wismar einen Kleinbus für die Fahrt zum Miniatur-Wunderland anmieten kann. Ein Oldenburger bietet an, eine Familie mit seinem Auto nach Hamburg zu bringen. Und Silvia F. sagt: „Mein Ticketangebot ist noch aktuell.“

In der Facebook-Sprache heißt das wohl: Daumen hoch! Christian Harting ist überwältigt von der Resonanz auf die Initiative: „Toll, dass so viel Positives dabei herumgekommen ist.“ Eine Hilfsempfängerin schreibt: „Hallo zusammen. Ich finde es echt klasse, was ihr hier macht.“ Eine andere Nutzerin wiederum bedankt sich bei Harting mit den Worten: „Für viele Menschen bist Du Superman.“ Der Initiator verlegen: „Es geht nicht um mich, sondern darum, dass es so viele Nacheiferer gibt.“

Gerrit und Frederik Braun, die Erbauer des Wunderlandes, führen die Aktion „Ich kann mir das nicht leisten“ zum fünften Mal durch. „Die letzten Jahre haben gezeigt, dass es sich lohnt, zu vertrauen und an das Gute in uns Menschen zu glauben“, so Gerrit Braun. „Ich bin sehr gespannt, wie viele Menschen wir in diesem Jahr mit der Aktion erreichen und hoffentlich glücklich machen werden.“


  https://www.facebook.com/groups/275139509836963/ 
Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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