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Halt in Wildeshausen „Campen ist ein besonderes Lebensgefühl“

Imke Harms

Wildeshausen/Hinte - Das Campen hat im Corona-Jahr einen regelrechten Aufschwung erlebt. Neu ist das Reisen im Wohnmobil für Ulrike und Herbert Eden aus Hinte (Landkreis Aurich) allerdings nicht. Schon seit mehr als 30 Jahren machen sie mit ihrem fahrbaren Zuhause Urlaub. In diesem Sommer haben sie in Wildeshausen Halt gemacht – und sich als Stellplatz den neu gestalteten Wohnmobil-Parkplatz am Krandel ausgesucht. Der 65-jährige Herbert Eden ist technikaffin. „Ich habe eine App, in der Stellplätze angezeigt werden und auch, welche Ausstattung sie haben. Das lief hier problemlos.“ Ihre Genehmigung haben sie sich bei der Tourist-Info in der Innenstadt besorgt (siehe Info-Box).

An der Hunte entlang

Regeln für den Wohnmobil-Platz

Aufgrund der Lockerungen der Corona-Regeln kann der Wohnmobil-Stellplatz am Krandel wieder voll belegt werden.

Die Testpflicht ist ebenso gelockert worden. Liegt die Inzidenz unter 10, so müssen übernachtende Personen nur bei der Ankunft einen negativen Test vorlegen oder einen Genesenen- bzw. einen Impf-Nachweis beibringen.

Zudem muss die von der Tourist-Information ausgestellte Genehmigung in die Windschutzscheibe gelegt werden. Die Tourist-Information ist geöffnet von Montag bis Freitag von 9 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 10 bis 12 Uhr.

Wieso gerade Wildeshausen? „Wir wollten mal die Hunte bereisen und haben uns dafür mittig zwischen Oldenburg und dem Dümmer platziert“, erklärt Herbert Eden. Von hier aus radelt das Ehepaar dann täglich verschiedene Touren ab, „immer so um die 80 Kilometer“, fügt Ulrike Eden hinzu. Sie zeigt auf die beiden Räder. Herbert Eden ist stolz; auf sein Zweirad hat er bereits um die 60 000 Kilometer drauf gefahren – innerhalb von zehn Jahren. „Wir sind Aktivurlauber und lieben es, dort anzuhalten, wo es uns gefällt.“

Vier Tage blieben die Edens in Wildeshausen, zuvor hatten sie schon einen Stopp in Strücklingen im Landkreis Cloppenburg eingelegt. Das Wetter ist mehr als perfekt – auch wenn das Wohnmobil keine Klimaanlage hat. „Wir sind nicht so hitzeempfindlich“, sagt Ulrike Eden. Das ist auch deshalb gut, weil das Wildeshauser Freibad, in das die Wohnmobil-Reisenden sonst einkehren können zum Duschen, noch geschlossen ist. „Das macht für uns nichts, wir haben alles dabei und können auch in unserem Wohnmobil duschen“, so Ulrike Eden. Im Sommer reist das Paar gern gemeinsam mit den drei Kindern und den sieben Enkelkindern an die Müritz – für drei Wochen. „Campen ist für die Kleinen einfach toll, das ist ein besonderes Lebensgefühl. Sie werden frei groß, können sich selbstständig bewegen“, beschreibt die 64-Jährige.

Container ausgebaut

Unterwegs ist die Familie dann allerdings mit dem „Großen“. Das ist ein selbst umgebautes Wohnmobil, die Basis ist ein alter Sparkassen-Container. Neun Meter lang, mehrere Fenster und Türen, Solarparzellen auf dem Dach, natürlich auch ein eigenes Badezimmer mit Wasseranschluss. „Wir sind damit völlig autark“, berichtet die 64-Jährige weiter und ihr Mann fügt stolz hinzu: „Das sind schusssichere Wände und Fenster, wir könnten damit überall hin fahren und wären immer sicher.“ Übrigens: Die drei Kinder besitzen alle inzwischen ein eigenes Wohnmobil. Das Paar muss lachen: „Die Begeisterung haben wir wohl vererbt.“

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