Wildeshausen - Die Tarnuniformen gehörten fast schon zum alltäglichen Bild in der Cafeteria der Diakonie Himmelsthür in Wildeshausen – jetzt sind sie verschwunden, weil eine nicht alltägliche Zusammenarbeit beendet werden konnte: Soldaten der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne in Delmenhorst hatten seit Anfang März bei Beschäftigten der Diakonie Himmelsthür regelmäßig Corona-Tests vorgenommen.
Bis Pfingsten wurden von den sechs eingesetzten Bundeswehrsoldaten insgesamt 1861 Tests durchgeführt. Abgesehen von ein paar Testungen, die fälschlicherweise ein positives Ergebnis anzeigten, seien keine „echten“ Positiv-Fälle aufgetaucht, heißt es in einer Mitteilung der Diakonie Himmelsthür. Fünfmal in Folge hatte die Einrichtung beim Landkreis Oldenburg Amtshilfe durch die Bundeswehr beantragt. Nachdem der letzte Antrag abgelehnt wurde, weil es mittlerweile viele andere Testmöglichkeiten im Landkreis Oldenburg gibt und immer mehr Bewohner, Beschäftigte und Besucher geimpft sind, kehrten die Bundeswehrsoldaten nun zu ihren gewohnten Aufgaben zurück.
Für die Planung und Organisation der Testungen waren die Himmelsthür-Mitarbeiterinnen Ines Gutsmann und Christina Pohl verantwortlich. „Am Anfang haben wir die Abläufe eng begleitet, was schon nach kurzer Zeit nicht mehr notwendig war“, sagte die für den Pflegedienst zuständige Christina Pohl. „Insgesamt lief es reibungslos“, ergänzte Ines Gutsmann, die als Bereichsleiterin für die Tagesförderstätten zuständig ist. Aber auch für die Soldaten war der Einsatz eine besondere Erfahrung: „Wir würden wiederkommen“, sagte Bosche.
Aufgrund der niedersächsischen Corona-Verordnung mussten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Behinderteneinrichtungen dreimal pro Woche getestet werden. Dafür war die Unterstützung der Bundeswehr erforderlich. Jetzt schaffe es die Diakonie Himmelsthür aber mit eigenen Mitteln.
