Wildeshausen - „Das Krandelstadion braucht einen Kunstrasenplatz.“ Diese Forderung ist seit Jahren vom VfL Wildeshausen zu hören. Am Freitag hat Unternehmer Volker Schröder (Schröder Landmaschinen) diese Forderung unterstützt: „Es wäre gut, wenn Stadtverwaltung, Wirtschaft und Politik an einem Strang ziehen und sich Gedanken über einen Kunstrasenplatz machen würden, damit ganzjährig Fußball gespielt werden kann.“ Es gebe schon viele Dorfvereine mit Kunstrasenplätzen, in der Kreisstadt aber immer noch nicht. Ein Vergleich: Die Nachbargemeinde Großenkneten verfügt mittlerweile über drei Kunstrasenplätze. Ein solcher Platz kostet gut 500 000 Euro.
Schröders Anregung für eine konzertierte Aktion formulierte er anlässlich der Übergabe zweier Rasenroboter mit Alarmanlage und GPS im Wert von 13 000 Euro, die die Firmen Schröder Landmaschinen und Bechtle IT-Systemhaus an die Stadt spendeten. Die Roboter werden künftig nachts die 8000 Quadratmeter große Rasenfläche im Stadion mähen. „Das spart Personal und Diesel und hilft uns ungemein“, sagte Krandelverwalter Wolfgang Sasse, der in den vergangenen drei Jahren positive Erfahrungen mit einem Rasenroboter auf der Beachanlage gemacht habe. Der Rasenschnitt müsse nicht mehr abgeharkt werden, weil der Roboter täglich mähe. Für den Platzwart im Stadion blieben noch weitere 30 000 Quadratmeter Rasen übrig, die dreimal pro Woche – je nach Witterung – mit einem Aufsitzmäher geschnitten würden.
Auch Matthias Ruhle, Abteilungsleiter Fußball, würde sich über einen Kunstrasenplatz freuen. Schließlich seien beim VfL 30 Fußballmannschaften aktiv. In dieser Jahreszeit könne kaum auf Naturrasenplätzen gespielt werden. Das bringe den Spielplan regelmäßig durcheinander.
Bürgermeister Jens Kuraschinski dankte Michael und Insa Süß (Bechtle IT-Systemhaus) und Volker Schröder für die Spende. Beide Unternehmen engagierten sich zum wiederholten Mal in der Stadt Wildeshausen. Der Sport lebe auch von der Förderung durch die private Wirtschaft.
