Wildeshausen - „Seit 50 Jahren ist hier immer das Laub in den Teich gefallen. Der Fäulnisprozess über die Jahrzehnte lässt kaum ein Leben zu. Nun muss eine Revitalisierung erfolgen“, erklärten Dr. Volker Kuhlmann und Willy Zerhusen vom Naturschutzbund (Nabu) gemeinsam am Teich auf der Streuobstwiese am Marschweg in Wildeshausen.
Die Nabu-Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen übernahm im April 2018 nach Absprache mit der Stadt Wildeshausen und der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Oldenburg die Fläche im Landschaftsschutzgebiet Welgenmarsch. Einen Pachtvertrag über die Nutzung und Pflege der Streuobstwiese schloss die Nabu-Ortsgruppe mit der Stadt Anfang 2019 auf zehn Jahre. Damit verbunden ist die Vitalisierung der etwa anderthalb Hektar großen Fläche.
Vor etwa zwei Wochen wurden einige ältere, große Bäume gefällt, um den Laubeintrag in das Gewässer künftig zu verringern. Im zweiten Abschnitt rückte nun Heiko Fässler mit dem Bagger an. Den faulenden Untergrund kofferte der Baggerfahrer nach und nach heraus, bis wieder Sand am Boden zu finden war. Kuhlmann: „Der Teich ist im derzeitigen Zustand stark verschlammt und mit Herbstlaub an der Oberfläche nahezu bedeckt. Mit der heutigen Baggeraktion soll das Gewässer vom Schlamm befreit und die Uferböschung abgeflacht werden. Wir hoffen, dass sich so wieder Amphibien ansiedeln können. Jetzt ist das kleine Gewässer ökologisch praktisch tot.“ Willy Zerhusen untersuchte den Aushub deshalb auch noch einmal genau. „Bislang konnte ich keine Frösche oder Amphibien feststellen.“
Mit der Gesamt-Aktion sollen auch die Licht- und Luftströmungsverhältnisse rund um das Gewässer verbessert werden. Zudem wird eine Uferseite abgeschrägt, damit in der so entstehenden Flachwasserzone durch Sonneneinstrahlung eine etwas höhere Wassertemperatur und ein leichterer Zugang für Amphibien entsteht.
