Wildeshausen - Nach dem Gewinn der Bronzemedaille im Vorjahr gingen die Volleyball-Senioren des VfL Wildeshausen diesmal leer aus. Auf Platz neun kehrte das Ü-47-Team am Wochenende von der Deutschen Meisterschaft aus Cottbus zurück. Dabei wäre mit etwas mehr Losglück und einem größeren Kader auch mehr drin gewesen.
Die Wildeshauser mussten an beiden Tagen ohne Libero agieren. „Das sollte sich leider am ersten Turniertag etwas rächen. In allen drei Spielen waren wir nicht konstant genug und haben im Tiebreak verloren“, sagte VfL-Spieler und Teamsprecher Frank Gravel.
Zum Auftakt kamen die Wildeshauser gegen den TSV Neunkirchen am Brands gut ins Spiel und waren klar überlegen. Auch bis Mitte des zweiten Satzes lag der VfL mit drei Punkten in Führung, ehe man das Spiel noch aus der Hand gab (25:18, 14:25, 11:15).
Im zweiten Spiel gegen den späteren deutschen Meister SV Energie Cottbus steigerten sich die Wildeshauser nach dem Satzrückstand. Andreas Fortmann ging ab dem zweiten Durchgang auf die Diagonalposition und verstärkte die Annahme. Allerdings reichte es auch hier am Ende nicht (17:25, 25:21, 6:15). Durch den Rückzug des ASV Dachau bestand aber immer noch die Möglichkeit, als bester Gruppendritter über ein Qualifizierungsspiel das Viertelfinale zu erreichen. Doch auch diese Chance nutzten die Wildeshauser nicht, verloren gegen den ewigen Widersacher USV Halle ein drittes Mal im Tiebreak. (25:22, 22:25, 8:15). „In diesem Spiel haben wir unsere beste Turnierleistung gezeigt“, resümierte Gravel. Doch ab dem zweiten Satz drehte bei Halle der ehemalige Nationalspieler Frank Hölzig auf und war im Angriff immer wieder erfolgreich. „Im Tiebreak war dann die Luft raus“, so Gravel.
Für einen versöhnlichen Abschluss sorgte die Mannschaft am zweiten Turniertag, als man beide Gegner klar in zwei Sätzen bezwingen konnte. Insbesondere Marko Gerken auf der Diagonalposition sorgte mit seinen Aufschlägen für viele Punkte. Somit gewann der VfL beide Spiele gegen VSV Göltzschtal (25:8, 25:21) und VG Elmshorn (25:10, 25:15) glatt in zwei Sätzen. „Im nächsten Jahr können wir dann mit einem größeren Kader hoffentlich wieder einen Angriff auf das Podium versuchen“, blickte Gravel voraus.
VfL: Andreas Fortmann, Marko Gerken, Frank Gravel, Dietmar Herrmann, Martin Kumpmann, Dirk Meyer, Ludger Ostermann, Matthias Weiß
