Wildeshausen - Eine Halbierung des CO2-Fußabdruckes in knapp drei Jahren und mehr als 34 000 Bäume aufgeforstet: Das sind Zahlen, mit denen das Wildeshauser Software-Unternehmen Hoffrogge beim Besuch des SPD-Europaabgeordneten Tiemo Wölken aufwartete: „Wir leisten unseren Beitrag, dass unsere Erde auch für unsere Kinder und Enkelkinder lebenswert bleibt“, äußerte sich Firmeninhaber Wilhelm Hoffrogge zu den Bemühungen seiner Firma. Ziel bis Ende nächsten Jahres seien 100 000 Bäume.

Der für die Region zuständige Europaabgeordnete aus Osnabrück informierte sich mit Wildeshauser Sozialdemokraten und Bürgermeister Jens Kuraschinski in dem Unternehmen. „In Europa verhandeln wir den Green-Deal, hier zeigt jemand vor Ort, wie es gehen kann“, lobte Wölken.

Das Unternehmen, das 2001 gestartet ist und mittlerweile rund 60 Mitarbeiter beschäftigt, erarbeitet Software-Lösungen für Unternehmen: „Wir helfen unseren Kunden dabei, ihre Regale so zu organisieren, dass am Verbraucherbedürfnis orientiert der höchstmögliche Umsatz erzielt werden kann“, erklärte Hoffrogge. „Wir betreuen Kunden wie Coca-Cola, Edeka, Rewe, Mondelez, Douglas und Bünting.“ 2019 sei Hoffrogge als „bester Arbeitgeber Deutschlands“ ausgezeichnet worden. Das Unternehmen erhalte jährlich 600 Bewerbungen. Das Team sei jung, im Durchschnitt 28 Jahre alt.

SPD-Ratsherr Matthias Kluck wollte wissen: „Wo sehen Sie in Wildeshausen noch Handlungsbedarf, wo können wir besser werden?“ Hierbei sprach Hoffrogge insbesondere die Verbindung zu den Schulen an: „Wir haben mit den Gymnasien Projekte ins Leben gerufen, die jungen Menschen das Programmieren und den Klimaschutz nahebringen. Das funktioniert sehr gut, so konnten wir bisher über 40 junge Menschen hier begrüßen“, so Hoffrogge. „Aber wir wollen noch intensiver in den Dialog mit Schulen und anderen Institutionen und Unternehmen kommen. Wenn die Stadt uns dabei stärker unterstützen könnte, würden wir uns sehr freuen.“

Die SPD-Mitglieder zeigten sich beeindruckt vom Engagement beim Klimaschutz: „Das ist richtig klasse“, meinte SPD-Ratsherr Stephan Dieckmann. So verlose die Firma jeden Monat Gutscheine unter denjenigen Mitarbeitenden, die mindestens an zehn Tagen pro Monat klimafreundlich zur Arbeit kommen.

Bürgermeister Kuraschinski stellte heraus: „Wir müssen da auch als Stadt mehr tun, haben uns aber auch schon auf den Weg gemacht. So haben wir bereits unseren CO2-Fußabdruck ermitteln lassen.“ Ein Anknüpfungspunkt könnte nach Auffassung von Kluck die Innenstadt sein.