Wildeshausen - Das Urgeschichtliche Zentrum Wildeshausen (UZW) gilt als Leuchtturmprojekt im Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“, es ist aber nicht das einzige. Es geht um die gesamte Wallanlage mit „Herrlichkeit“, Hunteufer und Burgwiese. Die Stadtverwaltung hat am Donnerstagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung, Tourismus, Sport und Kultur erste Ideen vorgestellt.
Wallanlage
Die Wallanlage steht unter Denkmalschutz. „Deshalb können wir da nicht machen, was wir wollen“, sagte Hans Ufferfilge (Stadtverwaltung). Die jetzigen Skizzen seien aber mit der Denkmalschutzbehörde besprochen worden.
Die Stadtverwaltung möchte einen barrierefreien Zugang zum Wall schaffen. Das wird als große Herausforderung gesehen. Beabsichtigt sind auch zwei Querungsmöglichkeiten über den Wall – einmal an der Neuen Straße und einmal an der Düsternstraße. Mit diesen offiziellen Querungen sollen die bestehenden Trampelpfade verschwinden.
Für die Sankt-Peter-Schule, die in diesem Sommer an die Heemstraße umzieht und mit dem Pausenhof bis an den Wall heranreicht, soll ein Grünes Klassenzimmer geschaffen werden.
Und der Parkplatz Cornauer Tor an der Ecke Kaiserstraße/Kleine Wallstraße soll neu gestaltet werden. Mit mehr Grün soll die Verbindung zur angrenzenden Wall betont werden. In der gesamten Wallanlage soll der Gehölzbestand durchgearbeitet und ökologische aufgewertet werden. Den Kostenansatz für das Projekt Wallanlage bezifferte Ufferfilge mit 800 000 Euro.
Burgwiese
1,5 Millionen Euro sind für die Burgwiese angesetzt. Dort soll die Melkerbrücke als wichtige Wegeverbindung vom UZW zum Pestruper Gräberfeld verbreitert werden. Geschaffen werden sollen auf der Burgwiese ein Abenteuerspielplatz, eine multifunktionale Sportfläche mit Tribüne, ein Auditorium gegenüber der Konzertmuschel und eine Ruhezone, eine Steganlage an der Hunte. „Wir haben auch ausreichend Platz für das Gildefest berücksichtigt“, betonte Ufferfilge.
Freifläche an der Herrlichkeit
Beim dritten Projekt geht es um die Freifläche zwischen Alexanderkirche und Hunte an der „Herrlichkeit“. Die Stadtverwaltung schlägt vor, als wesentliche Neuerung am Flussufer in Höhe des Hunte Umflutgrabens eine Strand-Steganlage zu bauen.
Gesamtvolumen
Was letztlich von all den Projekt realisiert werden kann, ließ Ufferfilge offen. Das gesamt Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“hat ein Gesamtvolumen von rund neun Millionen Euro. Sechs Millionen zahlen Bund und Land, drei Millionen muss die Stadt beisteuern. Etwa die Hälfte der neun Millionen sind für das UZW in der alten Feuerwehr veranschlagt.
