Wildeshausen - „Wegweisend“, „die beste Lösung für alle“, „ein Glücksfall“: So und ähnlich lauteten im Februar die Kommentare quer durch die Fraktionen zum Beschluss des Wildeshauser Stadtrates, das frei gewordene IGS-Gebäude der Privatschule Gut Spascher Sand anzumieten und dem Landkreis Oldenburg für die Hunteschule (Förderzentrum Lernen) anbieten. Der Landkreis  als Schulträger der Hunteschule stimmte ebenfalls zu. Der ursprüngliche Beschluss des Rates aus dem Jahr 2018 sah den umstrittenen Gebäudetausch zwischen der Hunteschule an der Heemstraße und der Sankt-Peter-Schule vor. Die katholische Grundschule zog dennoch im Sommer in das bisherige Gebäude der Förderschule an der Heemstraße um. An der Sankt-Peter-Straße entstand dadurch viel Raum für die dort ansässige Holbeinschule und die benachbarte Realschule. Dadurch konnten ihre Klassencontainer abgebaut werden.

Die Eltern der Sankt-Peter-Schule machten in der Folge Druck hinsichtlich der Schulwegsicherung an der Heemstraße, auf der täglich mehrere Tausend Fahrzeuge unterwegs sind. So wurden unter anderem eine Ampel an der Kreuzung Heemstraße/Bahnhofstraße installiert, der untere Wall als Schulweg beleuchtet und Parkplätze für die Elterntaxis an der Ladestraße und Neuen Straße eingerichtet.

Aus Sicht der Polizei ist es der sicherste Weg zur Sankt-Peter-Schule, wenn die Kinder mit dem Bus fahren. Er hält in einer eigenen Spur direkt vor der Schule, sodass die Mädchen und Jungen sicher ein- und aussteigen können. Die Heemstraße sei für Grundschüler nicht geeignet, weil der Fußweg – für Radfahrer freigegeben – zu eng sei. Unterdessen äußerten sich Eltern- und Lehrervertreter positiv über die umgebaute und modernisierte „neue“ Sankt-Peter-Schule. Die Kinder fühlten sich dort wohl.

Derweil ist auch die Hunteschule an der Dr.-Pickart-Straße heimisch geworden. Rektorin Marina Zahl hofft, dass das Förderzentrum Lernen auch über das Jahr 2028 hinaus Bestand haben wird.