Wildeshausen/Trier - Zwar hat es für den Sieg auf Bundesebene nicht gereicht, dennoch kehrt der 21-jährige Tischlergeselle Paul-André Behrens zufrieden zurück aus Trier in seine Heimat Wildeshausen. Nachdem er dieses Jahr Sieger der Handwerkskammer Oldenburg und in Niedersachsen bester Tischlergeselle geworden ist, erreichte er jetzt deutschlandweit den neunten Platz. Seine Berufung hat der Wildeshauser gefunden: „Es ist ein sehr abwechslungsreicher Beruf. Man weiß eigentlich nie genau, was am Tag so kommt. Das gefällt mir“, sagt Paul-André Behrens.
Lob und Erfolg
Aufgewachsen in Wildeshausen, war für ihn bereits in der Schulzeit klar, dass er sich für einen handwerklichen Beruf entscheiden wird: „In der Schule fehlte mir die Praxis, deshalb bin ich nach der Realschule direkt in den Beruf gegangen“, so der Wildeshauser. Wenig überraschend gehörte Werken damals zu seinen Lieblingsfächern. Nach der Realschule hat er eine dreijährige Ausbildung zum Tischlergesellen bei der Tischlerei Pieper in Wildeshausen absolviert. Seit dem Sommer ist Behrens frisch ausgebildeter Tischlergeselle und Angestellter bei Pieper. Dank seiner guten Gesellenprüfung wurde Behrens bester Tischler der Handwerkskammer Oldenburg. Es folgte der Sieg auf Landesebene. „Wir sind sehr stolz auf Paul-André und froh, ihn bei uns zu haben“, sagt Betriebsleiter Tim Pieper.
Schaukelpferd bauen
Bei dem Wettbewerb der besten Tischlergesellen Deutschlands mussten alle 16 Landessieger ein Schaukelpferd bauen – innerhalb von zwei Arbeitstagen. „Wir hatten 19 Stunden Zeit, das Schaukelpferd zu bauen. Das war teilweise sehr stressig, hat jedoch auch sehr viel Spaß gemacht“, erzählt Behrens. Zum besten Tischlergesellen Deutschlands wurde schließlich Lutz König aus Bayern gekürt.
Paul-André Behrens nimmt einiges mit aus dem Wettbewerb: „Wir mussten innerhalb kürzester Zeit zeichnen, rechnen, schleifen und die Winkel richtig setzen. Da versucht man schon sehr genau auf alle Details zu achten“, so Behrens. Dank seines Berufs hat er auch schon Möbelstücke für sein eigenes Zimmer hergestellt. „Bisher habe ich einen Esstisch und einen Schreibtisch für mich selbst gebaut.“ Besonderer Vorteil: „Manchmal passen die Möbel aus den Geschäften nicht in das eigene Zimmer, beispielsweise wegen einer Schräge. Als Tischler kann man sich danach orientieren.“
Als nächstes möchte der 21-Jährige im kommenden Jahr seinen Meister machen. Als Gewinner auf Kammer- und Landesebene stehen ihm zudem Förderungen zu, wenn er seinen Meistertitel absolviert.
