Wildeshausen - „Die anhaltenden starken Niederschläge haben zu einem Anstieg des Pegels der Hunte geführt, was potenzielle Überflutungen in Teilen der Stadt Wildeshausen verursacht“, so eine Pressemitteilung der örtlichen Feuerwehr. Bereits seit Tagen ist diese in Alarmbereitschaft, gemeinsam mit der Stadtverwaltung, „um mögliche Schäden durch Überschwemmungen während der bevorstehenden Feiertage zu verhindern und die Auswirkungen zu minimieren“, heißt es weiter.
Mehrere Landkreise warnen vor Hochwasser in Niedersachsen. So bereitet sich auch Oldenburg auf ein Hochwasser an den Weihnachtstagen vor. Die Lage könnte sich weiter verschärfen, hieß es am Samstagnachmittag von der Stadt, die auf ihrer Homepage informierte und die Bevölkerung warnte.
In Wildeshausen zeigen die aktuell getroffenen Hochwasserschutzmaßnahmen, „die im Nachgang zur letzten Hochwassersituation vor 25 Jahre in 1998 auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen getroffen wurden“, laut der Feuerwehr-Meldung aus der Nacht Wirkung. Trotzdem überprüfe man diese Maßnahmen „wiederkehrend und kontinuierlich“.
Aktuell erreiche der Pegel der Hunte die Meldestufe 2, was zu großflächigen Überflutungen von Grünflächen (geplante Überschwemmungsbereiche) führe. Es wird prognostiziert, dass der Pegel in den kommenden Tagen weiter ansteigen könnte, womit ein Überlaufen des Flusses in Teilen der Stadt einhergehen kann. Der Krisenstab der Stadt Wildeshausen hat gemeinsam mit der Feuerwehr die Lage im Blick und bewertet diese regelmäßig neu.
Sandsäcke befüllt
In Reaktion darauf hat die Feuerwehr damit begonnen, 3000 zusätzliche Sandsäcke zu befüllen, um hierdurch erste präventive Schutzmaßnahmen einzuleiten. Dabei geht es auch um die geplante Verfügbarkeit von Einsatzkräften und Helfern vor dem Weihnachtsfest, um dies nicht erst in einer Akut-Lage über die Weihnachtstage durchführen zu müssen. „Es handelt sich dabei ausschließlich um eine vorbeugende Maßnahme“, so die Zuständigen. Die Sandsäcke werden aktuell nicht benötigt und man gehe auch erst einmal nicht davon aus, dass sie zum Einsatz kommen, wäre somit aber gut vorbereitet.
Bewohner sollen Situation beobachten
Die Bewohner werden dazu aufgerufen, wachsam zu sein und auch die eigene Situation zu beobachten. Insbesondere die Bereiche entlang der Stettiner Str./Königsberger Str. könnten von Vernässungen betroffen sein, die durch aufsteigendes Druckwasser oder Niederschlagswasser verursacht werden. „Die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Bürger haben oberste Priorität“, betonte die Feuerwehr Wildeshausen. „Wir überwachen die Situation rund um die Uhr und ergreifen notwendige Maßnahmen, um eventuelle Risiken zu minimieren.“
Zugänge zur Hunte freihalten
Die Stadtverwaltung und die Feuerwehr werden während der Feiertage die Lage weiterhin aufmerksam beobachten und insbesondere die bereits installierten Hochwassersicherungsanlagen kontinuierlich überprüfen. Falls erforderlich, sollen zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen und umgesetzt werden. Um einen ungehinderten Zugang für die Hilfskräfte zu gewährleisten, wird die Öffentlichkeit gebeten, die Zufahrten und Zugänge zu den Hochwassersicherungsanlagen im Nahbereich der Hunte freizuhalten.
Warn-App KATWARN
Aktuelle Informationen und Entwicklungen sind auf der offiziellen Homepage der Stadt Wildeshausen verfügbar. Die Bewohner sollen die Warnhinweise der örtlichen Behörden aufmerksam verfolgen. Für weitere Informationen und Lageveränderungen wird um regelmäßige Überprüfung der offiziellen Mitteilungen gebeten. Zusätzlich lohnt es sich, die Warn-App KATWARN im Blick zu behalten.
