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nordwest-zeitung

Weitere Containerklassen in Wildeshausen aufgestellt Drei Schulen brauchen dringend mehr Platz

Wildeshausen - Die Hauptschule, Realschule und Holbein-Grundschule in Wildeshausen haben zu wenig Platz. Deshalb werden in diesen Tagen zusätzliche Containerklassen aufgebaut. Die Mitglieder des Schulausschusses haben sich am Donnerstagnachmittag in den Schulen über die Lern- und Arbeitsbedingungen informiert, bevor sie am Abend über die Vorschläge der Stadtverwaltung sprachen. Eine Beschlussempfehlung für den Rat gibt es noch nicht, sie soll aber in der geplanten Klausurtagung im Oktober gefunden werden. Der Rat tagt Ende Oktober.

Realschule 2022/2023

Die Stadtverwaltung hat vorgeschlagen, in den Jahren 2022/2023 an der Realschule die Mensa aufzustocken oder daneben einen Neubau zu setzen. Letzteres favorisiert die Schulleitung. Um den Bedarf zu decken, sind vier bis fünf allgemeine Unterrichtsräume und ein Fachunterrichtsraum erforderlich.

Das sagen Kommunalpolitiker zum Schulträgervertrag

Günter Lübke (CDU) stellte die Schulträgerschaft der Stadt für die Hauptschule und Realschule nicht infrage, obwohl er den Antrag von Karl Schulze Temming-Hanhoff (parteilos) unterstützte. Lübke sprach sich dafür aus, dass die Stadt beim Landkreis eine auskömmliche Finanzierung für beide Schulen erreichen sollte.

Ralf Menke (Elternvertreter) sprach sich gegen die Rückgabe der Schulträgerschaft an den Landkreis aus. Er befürchtet, dass die Hauptschule und Realschule in eine andere Schulform umgewandelt werden könnten.

Matthias Kluck (SPD) bezeichnete es als falsches Signal an den Landkreis Oldenburg, wenn die Stadt ankündigen würde, den Schulvertrag kündigen zu wollen.

Karl Schulze Temming-Hanhoff (parteilos) hält eine finanzielle Beteiligung des Landkreises an den Baukosten von Hauptschule und Realschule auch deshalb für geboten, weil sie einzig sind im Landkreis und damit von jedem Schüler besucht werden können.

Hauptschule 2025/2026

Die Hauptschule benötigt vier allgemeine Unterrichtsräume, sechs Differenzierungsräume sowie mehr Platz für die Schulverwaltung, darunter ein größeres Lehrerzimmer. Die Erweiterung ist für 2025/2026 notiert. Wie die Realschule wird auch die Hauptschule in den nächsten Jahren nicht signifikant kleiner – im Gegenteil. Wie Rektorin Dorit Hielscher erläuterte, besuchen zunehmend ausländische Kinder und Jugendliche die Schule sowie Schüler mit Förderbedarf. Von 300 Schülern seien 40 Mädchen und Jungen förderbedürftig.

Die Holbeinschule braucht eine Aula in Form eines Mehrzweckraums, wie Rektorin Inke Bajorat deutlich machte. Die jetzige Aula biete 80 Kindern Platz, die Holbeinschule besuchten aber 270 Schüler – Tendenz steigend. Auch reiche der Platz im Lehrerzimmer für die 26 Lehrkräfte nicht mehr aus. Die Stadtverwaltung hält als Aula die Sporthalle für zweckdienlich. Zur Einschulung könne ein Zelt aufgebaut werden.

Eine weitere von der Stadtverwaltung aufgeführte Variante ist die Anmietung der frei gewordenen IGS Spasche. Darüber wurde im Schulausschuss jedoch nicht gesprochen. Laut Stadtverwaltung wäre die finanzielle Belastung zu hoch. Nach Information unserer Zeitung soll die Schule 2,5 Millionen Euro kosten. Mieten für 12 500 Euro im Monat wäre auch möglich.

In dem Zusammenhang diskutierte der Ausschuss auch einen Antrag des parteilosen Karl Schulze Temming-Hanhoff zur Rückübertragung der Schulträgerschaft der Sekundarstufe I und damit von Hauptschule und Realschule. Dafür müsste der Schulträgervertrag gekündigt werden.

Temming-Hanhoff begründet seinen Antrag damit, dass die Kostenerstattung aus dem 2009 geschlossenen Schulträgervertrag nicht mehr zeitgemäß sei. Die Kosten für Bau- und Unterhaltungsarbeiten seien erheblich gestiegen. Damit stehe die Stadt alleine da.

Bürgermeister Jens Kuraschinski entgegnete, dass der Schulträgervertrag nicht einseitig von der Stadt Wildeshausen gekündigt werden könne. Dötlingen gehöre auch dazu. Kuraschinski versprach, mit dem Landkreis über eine Investitionshilfe zu sprechen. Bei den Erweiterungen von Haupt- und Realschule geht es um mehrere Millionen Euro.

Zum Vergleich: Der Landkreis beteiligt sich auch am Ausbau der Waldschule in Hatten. Und als die Haupt- und Realschule die Gemeinde Wardenburg zur Gesamtschule wurde, übernahm der Landkreis die Trägerschaft der IGS.

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg
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