Wildeshausen - Die Sommerferien sind fast vorbei, am Donnerstag dürfen alle Schülerinnen und Schüler zurück in den Präsenzunterricht. Aus diesem Anlass weisen Schulen und die Stadt Wildeshausen darauf hin, dass die Regelungen für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten auch für Kinder und Jugendliche gelten.
Appell an die Eltern
„Wir wollen noch mal dafür sensibilisieren“, sagte Thomas Eilers, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, am Dienstag beim Ortstermin in der Hauptschule Wildeshausen. Wenn Schüler, die in Risikogebieten waren, vor Ablauf der 14-tägigen Quarantänepflicht in die Schule kämen, habe man ein Problem.
An der Hauptschule bleiben bislang vier der 335 Schülerinnen und Schüler erst mal zu Hause, berichtete Rektorin Dorit Hielscher. Um alle Familien zu erreichen, habe man auch eine Dolmetscherin eingeschaltet, die Eltern direkt telefonisch kontaktierte.
Einteilung in Jahrgänge
Für Einreisende aus Risikogebieten gelten folgende Regelungen verpflichtend:
Auf direktem Weg nach Hause gehen, unverzüglich das örtliche Gesundheitsamt
kontaktieren (
14 Tage in Quarantäne bleiben. In dieser Zeit darf kein Besuch empfangen werden.
Bei Verstößen gegen diese Schutzmaßnahmen können Bußgelder von bis zu 25 000 Euro verhängt werden.
Diese Hinweise sind auf der Homepage der Stadt Wildeshausen (www.wildeshausen.de) auf Deutsch und Bulgarisch einsehbar. Eine Auflistung der Risikogebiete ist auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts (www.rki.de) zu finden.
Für den Präsenzunterricht sind die Schulklassen nach wie vor in Gruppen eingeteilt. Jeder Jahrgang bildet eine „Kohorte“. Kontakt zwischen den Gruppen werde vermieden, auch in den Pausen. „Wenn jemand positiv ist, bleibt der Jahrgang zu Hause“, erklärte Hielscher.
Ein großes Problem sei der Weg zur Schule. „Alle Kohorten werden im Bus durchmischt“, sagte Jan Pössel, Rektor der Realschule. Hielscher ergänzte: „Das geht gar nicht, wenn sie mich fragen.“ Dort sei Abstand halten nicht möglich. Wenn ein Schüler, der den Bus nutzt, positiv getestet wird, müsse das Gesundheitsamt die Kontakte recherchieren, so Eilers.
Die Lehrer dürfen in verschiedenen Jahrgängen unterrichten. In manchen Fächern gebe es auch gar keine andere Möglichkeit, sagte Pössel. Sollte ein Lehrer positiv getestet werden, werde man sich an die Vorgaben des Gesundheitsamtes halten. „Wir sind auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit angewiesen.“
Plan bis Herbstferien
Anders als vor den Sommerferien gebe es in den Klassenzimmern keine Abstände zwischen den Tischen mehr. Das sei bei voller Belegung nicht möglich, so die beiden Schulleiter. In die Hauptschule gehen 335, in die Realschule 820 Schülerinnen und Schüler. Man werde auf ausreichend Belüftung achten, Fenster und Klassentüren stünden offen. In den Pausen sind die Jahrgänge voneinander getrennt auf dem Schulgelände.
Und was passiert, wenn die Temperaturen sinken? Dafür weiß hier niemand eine konkrete Antwort. „Wir planen erst einmal nur bis zu den Herbstferien“, so Pössel. „Wir müssen jetzt anfangen und schauen, was funktioniert und wo wir nachlegen müssen.“
