Navigation überspringen
nordwest-zeitung

Wohnungsbau in Wildeshausen Der erste der zwölf Apostel ist gefallen

Wildeshausen - Die Diskussion um das Thema „Wohnklötze“ in Wildeshausen geht weiter. Am Donnerstag ist am Katenbäker Berg eines von zwölf baugleichen Siedlerhäusern abgerissen worden, die Ende der 1950er-Jahre im Elisabethweg gebaut wurden. Im Volksmund werden sie „die zwölf Apostel“ genannt. Anlieger befürchten, dass es nicht das letzte Gebäude in dieser ortsbildprägenden Häuserreihe sein wird, wenn ein Investor an der Tür klingelt. Die Grundstücke sind nämlich rund 1500 Quadratmeter groß.

Anlieger ärgern sich

„Mich ärgert, dass Investoren alte Häuser aufkaufen und durch Neubauten gewachsene Einfamilienhausstrukturen zerstören“, sagt Nachbarin Anne Flenker. Sie kaufte 2009 selbst eines dieser Siedlerhäuser, ließ es entkernen und modernisieren, erhielt aber den Charakter. Andere Gebäude in dieser Reihe sind ebenfalls im Laufe der Jahre umgebaut oder erweitert worden. Das jetzt abgerissene Haus habe eine Bekannte kaufen und umbauen wollen. Doch dann sei ein Investor gekommen und habe mehr Geld geboten.

Flenker steht am Donnerstag mit Nachbarn an der Straße und diskutiert über den Abriss. „Stadtverwaltung und Stadtrat sind nun mehr denn je gefordert, von findigen Investoren geschickt entfremdete Handlungsspielräume der Vergangenheit zu begrenzen“, sagen die Anlieger. Wie jüngst berichtet, erließ der Rat für das Baugebiet „Düngstruper Straße/Bargloyer Straße“ eine Veränderungssperre, nachdem dort ein Investor ein zweigeschossiges Wohnhaus plus Staffelgeschoss baute und ein weiteres in Planung ist. Darüber hatten sich Anwohner aufgeregt und eine Bürgerinitiative gegründet.

Bauherr zieht selbst ein

Am Elisabethweg will Bauherr Henrik Scheele eine Konfrontation mit den Nachbarn vermeiden – auch deshalb, weil er selbst in eine der vier neuen Wohnungen einziehen will. „Die Substanz des alten Hauses war zu schlecht, um es zu erhalten. Deshalb bauen wir neu, aber keinen Wohnklotz“, sagt er. „Das Gebäude soll sich in die Siedlung einpassen.“ Geplant sei ein eingeschossiges Wohnhaus mit Satteldach, das nicht höher werde als die umliegenden Gebäude. Der Neubau erhalte einen roten Klinker, so wie die verbliebenen elf Apostel ihn haben. Vorgesehen seien zwei kleine Wohnungen im Erdgeschoss und zwei im Dachgeschoss.

Mit dieser Bauweise bewegt sich der Eigentümer im Rahmen des Bebauungsplans, erklärt Stadtsprecher Hans Uffer­filge. Vorgegeben sei im B-Plan Elisabethweg eine eingeschossige Einzelhausbebauung. Der Bauteppich (u.a. für Haus, Garagen) sei auf 20 mal 22 Meter begrenzt. Die Grundflächenzahl liegt bei 0,3 und bestimmt das maximale Verhältnis von überbauter Fläche und Grundstücksgröße.

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Ins DLV–EM-Team berufen: Talea Prepens

LEICHTATHLETIK DLV nominiert Talea Prepens doch noch für EM

Steffen Szepanski
Cloppenburg
Ziel des Neugeborenenhörscreenings mit angeschlossenem Tracking ist es, schwerhörige Kinder möglichst innerhalb der ersten sechs Lebensmonate zu behandeln – beispielsweise mit einem Cochlea-Implantat.

OLDENBURGER HÖRZENTRUM FORDERT LANDESWEITE UNTERSUCHUNGEN Trotz Anspruchs – 86 Prozent der Babys werden nicht auf Schwerhörigkeit getestet

Anja Biewald
Oldenburg
Michaela Dirks ist Vorsitzende des Vereins Transplant-Kids in Wiesmoor.

TRANSPLANT-KIDS AUS WIESMOOR ÜBER ORGANSPENDEN In Deutschland gibt es im europäischen Vergleich nur wenige Organspender

Katrin Von Harten-Wübbena
Wiesmoor
Interview
Gilt als Kämpferin für Behindertenrechte: die Europa-Abgeordnete Katrin Langensiepen (Grüne) vor dem Werbeplakat „Ein Fest für Europa“ am Kröpke in Hannover

EUROPA-ABGEORDNETE KATRIN LANGENSIEPEN (GRÜNE) Sie kämpft in der EU für die Rechte der Menschen mit Behinderung

Stefan Idel Büro Hannover
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

FUSSBALL IN OSTFRIESLAND Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH

Lars Möller
Emden