Wildeshausen - Sie alle wollen künftig feierlich der Gilde dienen: Das gelobten die 108 Rekruten, die am Dienstagvormittag traditionell auf der Herrlichkeit von General Jens Kuraschinski vereidigt wurden. Stolz verfolgten Hergen und Martina Brinkmann die Zeremonie, bei der auch ihr jüngster Sohn Jonas (17) als Mitglied in die Wildeshauser Schützengilde aufgenommen wurde. „Meine ganze Familie ist gilde-verrückt, da war klar, dass ich zum ersten möglichen Zeitpunkt eintrete“, so der Rekrut aus Wildeshausen. Während Bruder Linus (19) seit dem vergangenen Jahr dazu gehört, ist Papa Hergen der Gilde seit 1989 treu und feiert seitdem jedes Jahr begeistert mit – nun mit beiden Söhnen.
Brüder in der Gilde: Linus Brinkmann (links) freut sich, dass sein Bruder Jonas nun auch Mitglied ist.
Ihre erste Chance genutzt haben auch Marlon Hadeler, Fynn Garbade und Jannes Kaminski. Bei den drei 17-jährigen Wildeshausern fließt das Gilde-Blut durch die Adern, Väter und Großväter sind ebenfalls Mitglieder. „Wir sind alle in die Gilde reingeboren worden und freuen uns, dass wir jetzt alle Traditionen mitmachen können“, so die Schüler. Ganz fit werden sie am Mittwoch wohl kaum den Unterricht an den BBS verfolgen, schließlich sollte am Dienstag bis zum Umfallen mit dem neu gegründeten Gildeclub „Black Jacks“ gefeiert werden.
Ihre erste Chance genutzt haben (von links): Marlon Hadeler, Jannes Kaminski und Fynn Garbade sind im Alter von 17 Jahren vereidigt worden.
Einen neuen Club hat auch Julian Schröer (20) mit seinen Freunden gegründet – und er ist nicht der einzige Rekrut bei „Die Wilde Gilde“. Zusammen mit ihm freuen sich auch die beiden anderen Wildeshauser Leon Cramer (20) und Joel Saalfeld (19) sowie die „Außwärtigen“ Rayk Früchte (18) aus Groß Ippener und Thilo Schoppe (19) aus Colnrade auf die Traditionen der Gilde – „und auf das Freibier“. Eingetreten ist Schröer der Gilde übrigens erst in diesem Jahr, weil er nun in der Wildeshauser Innenstadt wohnt. „Da bekomme ich alles mit, was dazugehört“, lacht er.
Gehören zu den Rekruten 2023 (von links): Rayk Früchte, Leon Cramer, Thilo Schoppe, Joel Saalfeld und Julian Schröer. Zusammen mit Freunden haben sie in diesem Jahr auch den Gildeclub „Die Wilde Gilde“ gegründet.
Auf „Corona, Arbeit und Dummheit“ schieben es Kevin Strumpski, Christof Adam und Marc Höfken, dass sie erst mit 24 Jahren als Rekruten auf der Herrlichkeit sind. „Wir haben es bisher einfach nicht auf die Kette bekommen“, gaben sie zu. Umso mehr freuen sie sich, dass sie nun beim Aus- und Einmarsch mit dabei sein können.
Haben es endlich geschafft, Gilde-Mitglieder zu werden (von links): Kevin Strumpski, Christof Adam und Marc Höfken
