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Wildeshauser Initiative für Radverkehr Was die Gruppe plant – und was sie kritisiert

Schildern ihre Pläne (von links): Martin Bruns, Helmut Berensen, Thomas Lammers und Frank Poppe von der Wildeshauser Initiative für Radverkehr.

Schildern ihre Pläne (von links): Martin Bruns, Helmut Berensen, Thomas Lammers und Frank Poppe von der Wildeshauser Initiative für Radverkehr.

Gloria Balthazaar

Wildeshausen/Landkreis - Es gibt noch Nachholbedarf bei Radschnellwegen im Landkreis Oldenburg: Da sind sich die Mitglieder des Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen einig. Um sich mögliche Routen aus dem Landkreis in die Stadt Oldenburg anzuschauen, sind einige Grüne aus dem Landkreis mit dem Fahrrad in die Stadt gefahren. Aufgefallen sei hierbei, dass es einige attraktive Routenmöglichkeiten von Sandkrug, Kirchhatten und Wardenburg nach Oldenburg gibt.

„Leider sind die Rahmenbedingungen, wie der Bodenbelag, die Breite der Wege oder auch die Vorfahrtsregelungen noch unattraktiv für Radfahrende“, heißt es im Fazit der Kreis-Grünen. Im Austausch mit den Fraktionsmitgliedern aus der Stadt Oldenburg sei zudem klar geworden, dass der Landkreis und die Gemeinden noch in der Planung hinterher hängen. Die Stadt Oldenburg plane bis 2030 Radschnellwege an die Gemeindegrenzen nach Hude, Hatten und Wardenburg. Auf Landkreisseite sind zwar mögliche Routen geplant worden, politische Beschlüsse fehlen jedoch noch gänzlich.

Themen auf Agenda

Die Wildeshauser Initiative für Radverkehr (WIR) geht noch einen Schritt weiter und fordert einen Ausbau der Radschnellwege bis in die Kreisstadt. Um langfristig Menschen zum Umstieg vom Auto auf das Rad zu bewegen, müssten eben auch Verbindungsstrecken attraktiv gestaltet werden, so Frank Poppe von der Initiative.

Die Gruppe aus rund zehn Mitgliedern im Kern hat noch weitere Themen auf ihrer Agenda. „Bei Rewe am Huntetor muss unbedingt ein Zebrastreifen kommen“, fordert Poppe. Einen entsprechenden Antrag wolle man zur politischen Beratung einreichen. Ohnehin sei der Bereich Huntetor/Zwischenbrücken der Gruppe ein Dorn im Auge: „Hier müsste man die Geschwindigkeit auf 20 km/h begrenzen, dann könnten Auto- und Fahrradfahrer in einem Tempo vorankommen“, fordert Poppe. So könne man gefährliche Überholmanöver der Autofahrer mit zu geringem Abstand zu Radfahrern, aber auch Überholmanöver von Radfahrern gegenüber Fußgängern auf dem Bürgersteig besser in den Griff bekommen. „Die ,Fahrrad-frei’-Schilder, auch beispielsweise an der Ahlhorner Straße, gehören sowieso weg. Denn, was viele Radfahrer nicht wissen, sie müssen dann auf dem Bürgersteig auch mit Schrittgeschwindigkeit fahren“, schildert die Initiative.

Wege überprüfen

Kritik üben die Mitglieder auch am Landkreis, der zuletzt an einigen Stellen die Radverkehrsführung in geschlossenen Ortschaften geändert hat. Die Kreisverwaltung habe dazu vor Ort entsprechende Prüfungen vorgenommen. „Es gibt aber keine Aufstellung darüber, welche Wege es gibt. Wir wollen in nächster Zeit alle in welcher Form auch immer ausgewiesenen Radwege abfahren und überprüfen, ob sie überhaupt zumutbar sind“, erläutert Poppe und ergänzt: „Dafür gibt es ganz bestimmte Kriterien – und die werden wir uns zu Herzen nehmen.“ Den Nachholbedarf wolle man der Stadt und dem Landkreis dann entsprechend aufzeigen.

Gloria Balthazaar
Gloria Balthazaar Redaktion Wildeshausen
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