WINKELSETT - „Wir wollen nur das Allernötigste machen.“ So lautete die einhellige Meinung der acht Mitglieder im Winkelsetter Gemeinderat nach ihrer Wegebereisung am Mittwochnachmittag. Zweieinhalb Stunden waren sie zusammen mit Holger Nuske von der Samtgemeindeverwaltung, zuständig für den Bauhof, durch die Gemeinde gefahren, um Schäden an Straßen und Wegen in Augenschein zu nehmen. 6000 Euro stehen der Gemeinde in diesem Jahr im Haushalt zur Verfügung. Das lässt keinen großen Spielraum für aufwendige Maßnahmen.

An vielen Stellen werden Straßenlöcher mit Schotter „gestopft“, wie zum Beispiel Seitenraumabsackungen am Reckumer Bach oder in Winkelsett am Lange Land Weg. Geteert und gesplittet werden soll in der Verlängerung alter Salzweg („Zur Stüh“) und an der Katenbäker Straße. In einem sehr schlechten Zustand befindet sich der Weg im Bereich der Brücke über den Köhlbach. Hier seien starke Seitenabbrüche und Versackungen beobachtet worden, hieß es am Mittwochabend auf der Ratssitzung in der Gastwirtschaft Meyer in Winkelsett. Der Wegezweckverband, so kam man überein, solle hierfür die Kosten ermitteln und eruieren, ob Fördermittel zu bekommen sind.

„Höhepunkt“ der Wegebereisung war für den Gemeinderat die Besichtigung des neuen Buswartehäuschens in Hölingen, das Anwohner selbst aufgestellt haben. Initiator Peter Reimelt hatte die Ratsmitglieder nach Hölingen auf einen Kaffee eingeladen, damit sie sich von der guten Nachbarschaftsarbeit überzeugen konnten. „Es ist ein Schmuckstück geworden, nicht nur für Hölingen, sondern für die ganze Gemeinde“, sagte Bürgermeister Gert Weidenhöfer. Michael Müller-Hjortskov (Grüne) bedauerte, dass am Buswartehäuschen bereits erste Vandalismusspuren hinterlassen wurden.