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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

25 Jahre Ort und Geschäfte mitgestaltet

01.07.2015

Hude Mit dreißig betrat Roland Arndt zum ersten Mal das Huder Rathaus. „Die Kollegen lachen noch heute. Ich war zu schick angezogen mit nagelneuem Anzug, Krawatte und Aktenkoffer“, erinnert sich der heute 55-Jährige. Er habe schnell gesehen: Auf dem Land sind die Dinge anders als in seiner Heimat Oldenburg. Im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) sei er damals nach Hude gekommen.

„Dann kam schnell meine erste Aufgabe, ich sollte einen Wochenmarkt einrichten“, sagt Arndt. Von Juli bis November sei er auf verschiedene Märkte gefahren und habe Beschicker angesprochen. Am 9. November 1990 hatte Hude erstmals einen Wochenmarkt. „Von den 15 Beschickern, die ich damals hergeholt habe, sind noch zwölf da“, betont der heutige Personalratschef und Wirtschaftsförderer.

Persönliche Höhepunkte

Er habe richtig „Gas geben“ müssen, damit er nach der ABM eine Chance auf Übernahme hatte. Der bis heute laufende Wochenmarkt habe dabei geholfen. Am 25. Mai 1994 brachte die Gemeinde im Rahmen einer Aktion 8000 Huder dazu Sport zu treiben. Jeder Teilnehmer musste sich mindestens fünf Minuten betätigen. „Das war mein zweiter Höhepunkt“, sagt Arndt. Eine große Aufgabe sei auch das Projekt Planetenlehrpfad gewesen, welches im Laufe der Jahre tausende Touristen anlockte.

Im Jahr 1996 wurde Roland Arndt schließlich zum Wirtschaftsförderer von Hude. Von 1999 bis 2015 verkaufte Arndt im Namen der Gemeinde 300 Wohnbau- und 50 Gewerbegrundstücke, unter anderem siedelte er die Firma BÜFA Chemikalien im Ort an und als seinen besonderen „Oberhöhepunkt“ schob er die laufende Umsiedlung der Amazone-Werke aus dem Kernort ins Gewerbegebiet an.

Während seiner 25 Jahre als Gemeindebeschäftigter habe sich Hude enorm verändert. „Die Einwohnerzahl ist um 40 Prozent gestiegen, das sind 5000 Menschen. Ich finde das enorm.“ Sowohl die Wohnqualität als auch die Infrastruktur seien gestiegen. „Das ist alles top, war aber nicht nur mein Verdienst“, sagt Arndt und hebt die Hände. Auf die Entwicklung des Ortes sei er trotzdem stolz. Die Quote derer, die im Ort leben und zugleich arbeiten, habe sich ebenfalls deutlich erhöht.

Keinen Tag bereut

Am Anfang, als junger Oldenburger, habe er jedoch noch nicht viel mit dem Ort anfangen können. „Ich bin im Jahr 2000 hierher gezogen und seitdem Huder“, erklärt Arndt. „Ein Wirtschaftsförderer“, so habe sein Chef gesagt, „hat im Ort zu leben, sonst wird er nicht wahrgenommen.“ Freunde, Familie, Stammtisch – sein Leben verblieb quasi in Oldenburg. „Na und, sind nur zwanzig Minuten Fahrt“, habe er sich damals gedacht und pflegt alle drei Kreise bis heute.

„Als einer von außen in Hude akzeptiert zu werden war nicht ganz einfach“, erinnert sich der 55-Jährige. Doch nun sei er Huder und tief im Ort verwurzelt. „Meine 21 Jahre alte Tochter arbeitet bei Amazone und ich habe meine Lebensgefährtin hier kennengelernt“, freut sich der Vater über die Entscheidung mit positiven Folgen. Außerdem betätige er sich ehrenamtlich bei der Touristikpalette und im Gewerbe- und Verkehrsverein. Roland Arndt ist sich sicher: „Ich habe meine Entscheidung keinen Tag bereut“.

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