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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

KOMMUNALES CDU: Abreißen oder nicht abreißen?

14.08.2009

GROßENKNETEN Seit 1875 rollen Züge auf der Bahnstrecke durch Großenkneten. Das Bahnhofsgebäude dürfte ebenfalls Ende des 19. Jahrhunderts in seinen Ursprüngen entstanden und danach mehrfach erweitert worden sein. Jetzt ist die Gemeinde Eigentümerin, da die Bahn das Gebäude nicht mehr benötigt. Mehr als 80 000 Euro hat die Gemeinde dafür an einen luxemburgischen Immobilienverwerter überwiesen (die NWZ berichtete).

Bürgermeister Volker Bernasko möchte das Bahnhofsgebäude am liebsten sofort abreißen. Das würde noch mal rund 50 000 Euro kosten. Doch so einfach will es sich die Politik nicht machen. Schließlich spiegelt der Bahnhof ein großes Stück Ortsgeschichte wider, auch wenn er durch seine etwas abseitige Lage nicht so im Blickpunkt steht.

Die FDP hat eine Bürgerbefragung gestartet und darauf hingewiesen, dass der Abriss wirklich die letzte Lösung sein sollte.

Und auch die CDU-Fraktion hofft, dass es Alternativen gibt, „die sich rechnen“, wie CDU-Ratsherr Carsten Grallert bei einer Besichtigung sagte. Von der Suche nach einer „wirtschaftlichen Lösung“ sprach CDU-Fraktionschefin Astrid Grotelüschen. Laut Grotelüschen war es politischer Wille, den Bahnhof zu kaufen, um Struktur in das Bahnhofsumfeld zu bringen, wo noch in diesem Jahr mit der Neugestaltung der Parkplätze und des Fahrradstandes begonnen wird.

Allerdings sollte die Gemeinde keinesfalls weiteres Geld in die Sanierung des Bahnhofsgebäudes stecken, sondern hierfür nach einem privaten Investor suchen, so Grotelüschen.

„Mir hat mal ein Architekt gesagt, man reißt Kirche, Rathaus und Bahnhof nicht ab“, so Reiner Garms vom Bauamt. Er führte die CDU-Politiker durch das Bahnhofsgebäude. Garms verwies gleichwohl auf den hohen Sanierungsbedarf. Die Bausubstanz insgesamt macht zwar noch einen soliden Eindruck. Der Dachstuhl ist in einem recht passablen Zustand. Die Wände und Fenster sowie die Decken sind allerdings nicht ausreichend isoliert, die Elektro- und Sanitäranlagen sind abgängig. Im Grunde genommen müsste man das Gebäude mit seinen rund 500 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche auf zwei Etagen bei einer Sanierung komplett „entkernen“, so Gerd Feye.

Es wäre schön, wenn der Bahnhof mit seiner Fassade allein „von der Optik her“ erhalten werden könnte, meinte Carsten Grallert. „Es wird eine schwere Beratung“, so der CDU-Ratsherr.

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Stellvertretender CDU-Fraktionschef Torsten Deye betonte, dass man sich Zeit lassen sollte. Der Bahnhof sollte zunächst auf dem freien Markt angeboten werden. Interessenten sollten aufgefordert werden, ein sinnvolles Konzept zu nennen. Was das sein kann, ist völlig offen.

Gastronomie ist in diesen Zeiten ein schwieriges Unterfangen. Dafür liegt der Kneter Bahnhof zu sehr abseits der Hauptstraße. Eine Kombination aus Wohnungen und Büroräumen wäre denkbar. Stellvertretende Bürgermeisterin Petra Spille-Kloft könnte sich auch ein „Fahrrad-Hotel“ vorstellen.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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