• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

HARTZ IV: „Abzockerei hält sich bei uns in Grenzen“

02.11.2005

LANDKREIS LANDKREIS/JKU - Einen erheblichen Missbrauch von Sozialleistungen ist im Landkreis Oldenburg ist nach Einschätzung von Markus Leeferink, dem Leiter des Job-Centers des Landkreises, nicht zu erkennen. Diese Aussage traf er gestern in einem Bericht vor dem Sozial- und Gesundheitsausschuss des Kreistages.

Reine „Kaffeesatzleserei“ seien Schätzungen, wie sie kürzlich von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement geäußert worden waren, nach denen mehr als jeder zehnte Empfänger von Arbeitslosengeld II gar nicht arbeitswillig sei. „Das wird den Arbeitslosengeld-II-Empfängern nicht gerecht“, betonte Leeferink.

Allerdings sei die Anzahl der Empfänger auch im Landkreis viel höher als bei Beginn der Hartz-IV-Reformen vermutet, wie Kreissozialamtsleiter Bodo Bode berichtete. 4061 Bedarfsgemeinschaften sind heute im Jobcenter verzeichnet. Mit 3000 hatte die Kreisverwaltung zunächst gerechnet.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Wenn jedoch ein langzeitarbeitsloser Jugendlicher das Elternhaus verlasse, damit aus der Bedarfsgemeinschaft der Familie ausscheide und nun selbst ein volles Arbeitslosengeld II beziehen könne, sei das völlig legal und kein Missbrauch. „Der Gesetzgeber hat das Reformgesetz so angelegt, dass es möglichst wenig Protest in der Bevölkerung hervorruft“, vermutete Bode. Wenn die Bürger nun die Vorzüge des Reformgesetzes ausnutzten, sei kein Missbrauch sondern allenfalls eine „Mitnahmementalität“ zu erkennen.

„Die Hemmschwelle, Arbeitslosengeld II zu beantragen, liegt sehr viel tiefer als früher Sozialhilfe zu beantragen“, sagte auch Landrat Frank Eger. Fälle tatsächlichen Missbrauchs habe die Kreisverwaltung genau im Auge. Ein Ermittler im Job-Center und einer im Ordnungsamt kümmern sich darum. Eger: „Sozialabzockerei hält sich bei uns in erträglichen Grenzen.“

Äußerst vorsichtig will der Kreis auch bei der Vergabe von Ein-Euro-Jobs vorgehen. „Die Kreishandwerkerschaft achtet völlig zurecht genau darauf, dass durch Ein-Euro-Jobs keine regulären Arbeitsplätze verhindert werden“, sagte der Landrat in der Ausschuss-Sitzung. Das Job-Center des Kreises werde keine „legale Schwarzarbeit“ fördern. Ein-Euro-Jobs müssten immer gemeinnützig und wettbewerbsneutral sein.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.