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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Hier sollen sich Patienten erholen

22.01.2019

Ahlhorn Ein Sonnensegel, drumherum mehrere Liegemöglichkeiten: Gunter Bur­gemeister und Thomas Feld haben genaue Vorstellungen, wie der Innenhof der Dietrich-Bonhoeffer-Klinik in Ahlhorn zukünftig aussehen könnte. Um dies umzusetzen, haben Chefarzt Burgemeister und Feld, unter anderem Geschäftsführer Diakonisches Werk Oldenburg Suchthilfe gGmbH, am Montag finanzielle Unterstützung bekommen: Der Verein Der kleine Kreis übergab den beiden eine Spende in Höhe von rund 7000 Euro. Anwesend waren bei der Scheckübergabe auch die Patientensprecher Sheryl-Lee Fehmle und Adrian Kurock.

Gut 30 000 Euro schüttet der Verein über vier karitative Einrichtungen aus – darunter zum Beispiel in der Stadt Oldenburg, im Ammerland und in Wilhelmshaven, erklärten Vorsitzender Martin Steinbrecher und Geschäftsführer Jürgen Lehmann sowie sein Stellvertreter Dirk Heitkötter. Zusammengekommen war das Geld beim traditionellen Schlossabend Anfang Dezember im Schloss zu Oldenburg. Mitglieder und Gäste der wirtschaftlichen Vereinigung spenden bei der Veranstaltung Geld.

„Wir haben die dankbare Aufgabe, die Schecks zu überreichen – bei der Gelegenheit können wir die wertvolle Arbeit hier kennen lernen“, sagte Steinbrecher. Von dieser wertvollen Arbeit berichtete Burgemeister. Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist seit 2017 Chefarzt an der Einrichtung.

„Ein Mix aus allem“

In der Klinik werden Abhängige zwischen 14 und maximal 27 Jahren behandelt. Burgemeister: „Bei der Aufnahme machen wir in der Regel bei 25 einen Cut.“ 80 bis 90 Prozent der Behandelten sind männlich, das Durchschnittsalter bewegt sich zwischen 17 und 23. Bei der Frage, was schwerpunktmäßig behandelt wird, überlegt Burgemeister kurz. „Alles. Es ist ein Mix aus allem.“ Nikotin sei und bleibe dabei die Einstiegsdroge. Es folge Alkohol, Cannabis, danach „alles in wilder Kombination“.

Informativer Umgang

„Neue Substanzen, mit unkalkulierbarem Suchtpotenzial“ und der Cannabis-Konsum bereits im Alter von zehn oder elf Jahren seien Probleme, die in den vergangenen Jahren hinzugekommen seien. Zudem kämen Begleiterscheinungen wie psychische Krankheiten immer häufiger hinzu. „100 Prozent der Mädchen haben eine posttraumatische Belastungsstörung, 70 Prozent sind es bei den Jungs“, ergänzt der Chefarzt über die Patienten in der Klinik.

Beim Thema Cannabis spricht sich Burgemeister dafür aus: informativ damit umgehen. Das junge Einstiegsalter der Konsumenten sei fatal. Deshalb gelte: „Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, früh darüber aufzuklären.“ Die Klinik hat 60 Betten, gut 47 davon sind belegt. Der Kostenträger wolle vermehrt Einzelzimmer haben, erklärte Thomas Feld. „Aus therapeutischer Sicht ist das nicht immer sinnvoll.“ Trotzdem werde man diesbezüglich baulich etwas machen müssen – wobei die Probleme in der Klinik nicht die Zimmer sind. Eher seien es personelle Probleme, die es zu lösen gelte. „Welche drei Wünsche hätten Sie?“, wollten die Mitglieder des „kleinen Kreises“ bei der Scheckübergabe wissen. Ein weiterer Psychologe, ein Kinder- und Jugendpsychologe sowie ein weiterer Sozialarbeiter, zählte Feld auf.

„Für uns ist es immer ein Geschenk“, freute sich der Geschäftsführer schließlich über die Spende.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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