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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Corona: Linke: Mitarbeiter rasch testen

14.05.2020

Ahlhorn /Wildeshausen Die Arbeitsbedingungen in den Schlachthöfen rücken zusehends in den Blickpunkt, nachdem es bundesweit gehäuft zu Corona-Fällen gekommen ist. Jetzt fordert die Kreistagsfraktion der Linken im Landkreis Oldenburg, „umgehend und nicht erst nach und nach alle Mitarbeiter in Schlachtbetrieben auf Covid-19 zu testen“. Das teilt Fraktionsvorsitzende Kreszentia Flauger mit. Das würde in Ahlhorn die Firma Heidemark sowie in der Stadt Wildeshausen die Unternehmen Geestland und Kreienkamp betreffen.

Flauger kritisiert das Vorgehen der Landesregierung, die zunächst nur Mitarbeiter mit Symptomen und Betriebe mit engeren Kontakten zu nordrhein-westfälischen und schleswig-holsteinischen Schlachtbetrieben testen will und erst im Anschluss alle anderen Schlachtbetriebe. Sie sieht ein besonders hohes Risiko der Infektionsausbreitung: „Die Menschen stehen in den Schlachthöfen dicht an dicht, leisten schwere körperliche Arbeit und atmen entsprechend heftig. Dazu kommt, dass die Viren sich in der kühlen Luft besonders gut halten.“ Die Linke erinnert daran, dass die Beschäftigten oft in engen Wohnverhältnissen leben und sich dort leicht gegenseitig anstecken können.

Sie fürchtet: „Wenn in den hiesigen Schlachthöfen auch nur einzelne Covid-19-Infizierte unentdeckt arbeiten, haben wir ganz schnell auch hier einen Ausbruch und der macht dann nicht an der Betriebsgrenze Halt.“

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Jetzt räche sich, dass Bund und Land das Problem der beengten Wohnsituationen von Schlachthofmitarbeitern und anderen Werkvertragsbeschäftigten seit Jahren weitgehend ignorierten, so Flauger. „Sie werden wie Menschen zweiter Klasse behandelt, um deren Lebensbedingungen man sich nicht kümmern muss.“ Die gesetzlichen Vorgaben reichten bei weitem nicht aus und für die vielen privat angemieteten Unterkünfte griffen sie gar nicht. Zwar sage jetzt die niedersächsische Corona-Verordnung, in Sammelunterkünften und Werkswohnungen solle „möglichst“ Einzelzimmerunterbringung erfolgen, aber das sei „ein zahnloser Tiger“.

Die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte müssten bestmöglich unterstützt werden, so Flauger. Dafür seien genügend Testkits nötig. Flauger: „Es darf nicht sein, dass die in Deutschland vorhandenen Laborkapazitäten für die Corona-Abstrichanalysen nur zu einem Drittel ausgelastet sind, aber so kritische Bereiche wie Schlachthöfe nur nach und nach getestet werden.“

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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