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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Dreier-Team in Geschäftsführung der Gräper-Gruppe

28.02.2019

Ahlhorn Trafostationen für die Versorgungswirtschaft, Betonfertigteile, Elektrotechnik, Metallbau und Kalksandsteinprodukte aus der Gräper-Gruppe sind national und international bekannt. Was dahinter steht, welche Erfolgsgeschichte das mittelständische Familienunternehmen mit mehr als 100 Jahren Tradition und regionaler Verankerung in Ahlhorn erfuhr und wie sich damit die Idee von Heinrich Gräper von vor 115 Jahren verwirklichte: Das erfuhren Bürgermeister Thorsten Schmidtke und Kämmerer Horst Looschen am Mittwoch im Gespräch mit der Geschäftsführung aus erster Hand.

Schmidtke und Looschen hatten zuletzt 2013 den Betrieb am Ida-Gräper-Weg besucht. Damals mit komplett anderer Geschäftsführung. Seit Mitte Juni 2018 stehen die Geschäftsführer Dr. Ralf Jungblut und Dr. Thomas Illenseer zusammen mit dem Kaufmännischen Leiter Jens Peters gleichberechtigt an der Spitze der GmbH & Co.KG.

Ahlhorner Traditionsunternehmen

1904 wurde das Kalksandsteinwerk in Ahlhorn durch Albert Heinrich Gräper gegründet. Der Bau der Großherzoglichen Oldenburgischen Eisenbahn hatte den Bedarf an Rohstoffen geweckt. Zum Baustoffwerk für Kalk- und Sandbaustoffe am Rande Ahlhorns kam nach dem Zweiten Weltkrieg ein Betonwerk hinzu. In den 40er-Jahren heiratete Johannes von Fehrn Doris Marianne Gräper, die Tochter von Ida Gräper, und prägte das Unternehmen fast 50 Jahre lang als Geschäftsführer bis zu seinem Tod im Jahre 1994. Mit dem Wachstumsboom in den 70er Jahren gelang der Einstieg in die Energiebranche mit Fertigteilfundamenten aus Beton für Transformatorstationen. Die Produktpalette wuchs mit dem elektrotechnischen Ausbau weiter. Schnell wurde das Ahlhorner Traditionsunternehmen zu einem der Marktführer in Deutschland für die Herstellung schlüsselfertiger Transformatorenstationen.

Heute stützt sich die Gräper-Gruppe auf vier erfolgreiche Geschäftsbereiche wie Baustoffe, Stationen, Service und das internationale Geschäft. Beschäftigt werden mehr als 650 Mitarbeiter, darunter Ingenieure, Facharbeiter und Servicekräfte an sechs Standorten in Deutschland und den Niederlanden. Dabei versteht sich das Unternehmen im Bereich der Versorgungsstationen, der Betonfertigteile und der Kalksandstein-Produktion nicht nur als Hersteller, sondern als Full-Service-Leister.

In diesem Zusammenhang ist entsprechendes Fachpersonals zu finden eine große Herausforderung. „Ein Baustein ist hier die betriebseigene Ausbildung“, wie es Dr. Jungblut anriss, aber auch der Blick über den Tellerrand, „um neben eigenen langjährigen Fachkräften auch Impulse von außen in die Firma zu holen“, ergänzte Jens Peters. Natürlich ist das Personal ein wichtiges Standbein, aber auch Hard- und Software-Lösungen, auf die heute großen Wert gelegt wird. „Wir investieren jetzt zehn Millionen Euro in diese Bereiche“, so der kaufmännische Leiter weiter. „Investitionen, die sich tragen werden. Ebenso wie die Anstrengungen in die Sicherheitstechnik. Die ist bei Großkunden selbstverständlich“, ergänzte Dr. Thomas Illenseer.

Für den geschäftsführenden Vorstand steht dahinter ein breites Spektrum an Maßnahmen und Entscheidungen. Entscheidungen, die immer im Dreier-Team fallen, wie bekräftigt wurde.

Der Blick auf Innovation und Digitalisierung vor dem Hintergrund der Umsetzung der Energiewende sind weitere wichtige Faktoren. Intelligente Ortnetzstationen, ein Sektor, auf dem Gräper Vorreiter am Markt ist, Smart-Metering (intelligente Stromzähler), Elektromobilität und dezentrale Batteriespeicher sind weitere Schlagworte, für die Gräper bereits etablierte Lösungen am Markt platzierte. Service-Einsätze werden heute online gesteuert, der Online-Stationskonfigurator gibt den Kunden eine Vorausschau und die Abkehr vom stark klimaschädlichen Isoliergas SF6 bei den Stationen ist eingeleitet.

Für Bürgermeister Schmidtke und Horst Looschen war es eine geballte Ladung an Infos und auch ein Stück Gewissheit, mit der Gräper-Gruppe einen innovativen Betrieb in der Gemeinde zu haben.

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