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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Diese Lärmschutzwand löst große Unruhe aus

06.12.2018

Ahlhorn Die einen finden es „unverschämt“, die anderen sind „entrüstet“: So fasst Rolf Löschen, Vorsitzender des Bürgervereins Ahlhorn, die Reaktionen zusammen, die die neue Lärmschutzwand im künftigen Baugebiet Lemsen-Süd an der Oldenburger Straße ausgelöst hat. „Da ist wirklich Aufruhr“, meinte Löschen angesichts der Anrufe der vergangenen Tage. Es geht um ein Bauwerk, fünf Meter hoch, 260 Meter lang, 314 000 Euro teuer. Da ist von der „Ahlhorner Mauer“ die Rede, ein Durchlass im Bauwerk wird in Anlehnung an Berlin gar schon als „Checkpoint Charlie“ tituliert. Auch Begriffe wie „Gefängnisaußenmauer“ und „Kletterwand für Extremsportler“ tauchen auf. Die „gute“ Nachricht: Es bleibt nicht so wie jetzt, es wird begrünt.

Dass für das nächste Baugebiet im Bereich Am Lemsen ein „Lärmhindernis“, so das Bürokratendeutsch, notwendig sein würde, war schon bei der Planung klar. Ein Schallgutachten ließ keine andere Wahl, um Wohnbebauung an dieser Stelle überhaupt zu ermöglichen, erläuterte Erster Gemeinderat Klaus Bigalke.

Womit die Anlieger der vorher bebauten Gebiete im Lemsen-Bereich aber nicht gerechnet hatten: diese neue Form der Lärmschutzwand. „Keiner dachte an so etwas“, meinte Rolf Löschen, das sei von der Gemeinde nicht kommuniziert worden. Bisher sind stets Erdwälle aufgeschüttet worden, um den Bahnlärm aufzuhalten.

Damit wäre es diesmal aber nicht getan gewesen, wie Klaus Bigalke erklärte. Das Schallgutachten hat ergeben, dass es eine fünf Meter hohe Lärmschutzwand sein müsse, um die Wohnbebauung zu ermöglichen. Wäre man bei einem Wall geblieben, wäre zudem der Platzverbrauch entschieden größer gewesen. „Das ist für uns ungewöhnlich in der Gemeinde“, gestand Bigalke zu, „in dieser Form haben wir das noch nicht gehabt.“

Wer derzeit auf die grau-braune Erhebung schaut, die selbst von der Straße Am Lemsen wie ein Riesenklotz wirkt, braucht Fantasie, um sich das Endergebnis vorzustellen. Zumal die Form des „U“ den dominanten Eindruck noch verstärkt. In der Ratssitzung nahm CDU-Ratsherr Samuel Stoll die Aufregung auf und sah Anlass, ein Stück weit Entwarnung zu geben. Die Verwaltung legte den Ratsmitgliedern zwischenzeitlich entsprechende Fotobeispiele vor, wie es „grün“ aussieht. Von diesen Anblicken versprach sich Stoll, dass sich der Unmut über das Bauwerk abmildern könnte. Bezahlt wird die Wand von den künftigen Häuslebauern im Neubaugebiet: Sie finanzieren es über die Grundstückskosten.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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