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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Politik bleibt bei Plan fürs Baugebiet

02.06.2018

Altengraben Der Ärger über das geplante Baugebiet in Altengraben ist groß. Das wurde auch am Donnerstagabend noch einmal deutlich. Im Ausschuss für Gemeindeentwicklung meldeten sich mehrfach Anwohner zu Wort. Insgesamt war es mit 30 Zuhörern ungewöhnlich voll im Sitzungssaal.

Doch der Protest der Anwohner konnte nicht verhindern, dass der Ausschuss mehrheitlich dafür stimmte, den entsprechenden Bebauungsplan-Entwurf „westlich Zum Altengraben“ öffentlich auszulegen und die Träger öffentlicher Belange zu beteiligen. SPD und CDU sprachen sich dafür aus und übertrafen mit ihren acht Stimmen die Grünen, die FDP, die UWG und die Freien Wähler, die zusammen nur auf fünf Nein-Stimmen kamen.

Thomas Aufleger von der NWP-Planungsgesellschaft stellte den Entwurf vor. Vorgesehen sind vorwiegend Einfamilien- und Doppelhäuser. Es könnten 16 Grundstücke für Einfamilien- und Doppelhäuser sowie zwei Grundstücke für Mehrfamilienhäuser entstehen. Letztere sollen für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung stehen und nicht höher als ein Einfamilienhaus werden. Vorgesehen sind sie an der Einfahrt des Baugebietes im Bereich der Straße „Am Kamp“, um den Verkehr in dem Gebiet so gering wie möglich zu halten. Einige Grundstücke könnten 700 Quadratmeter groß sein, der Planer sieht aber auch rund 500 Quadratmeter große Grundstücke vor, die für eingeschossige Seniorenwohnungen mit kleineren Gärten geeignet wären.

In den Einwohnerfragestunden äußerten die Anwohner, allen voran Bonté-Julie Rippena von der Bürgerinitiative Altengraben, ihren Unmut. Sie wollte unter anderem wissen, warum der an das Gebiet grenzende landwirtschaftliche Betrieb in die Enge getrieben werde und die Gemeinde behaupte, dass Dr. Johann Böhmann, Besitzer eines denkmalgeschützten Areals im Baugebiet, mit den Planungen einverstanden sei, obwohl er sich in einem Schreiben dagegen ausspreche. Zudem wollte sie wissen, ob genügend Kindergartenplätze vorhanden sind.

Es gehe nicht darum, einen Landwirt in die Enge zu treiben, betonte Fachbereichsleiter Peter Meyer. Thomas Aufleger ging auf das Gutachten der Landwirtschaftskammer ein. Danach könne sich der landwirtschaftliche Betrieb noch weiterentwickeln, die Geruchsimmissionen würden „weit unterhalb dessen, was in einem Wohngebiet noch zuzumuten ist“, liegen. Eine große Entwicklung sei aber, unabhängig vom geplanten Baugebiet, wegen des denkmalgeschützten Areals, das Böhmann bewohnt, sowieso nicht möglich.

Eine hitzige Diskussion entbrannte im Ausschuss, als Fachbereichsleiter Peter Meyer darauf hinwies, dass es sich laut Baugesetzbuch gar nicht um einen landwirtschaftlichen Betrieb handele, da dort lediglich in einem verpachteten Gebäude Kühe untergestellt seien.

Mit Dr. Böhmann habe er persönlich gesprochen, sagte Meyer. In dem Gespräch habe dieser signalisiert, dass er keine Einwendungen habe. Von einem Schreiben wisse er nichts. Um genügend Kita-Plätze würde sich die Gemeinde bei Bedarf kümmern, die Grundschule Schierbrok sei noch nicht ausgelastet.

CDU und SPD hielten sich in der Diskussion zurück. Man habe in der vorherigen Sitzung bereits alles gesagt.

Arnold Hansen betonte, dass sich die Freien Wähler grundsätzlich gegen weitere größere Baugebiete aussprechen würden. Ganderkesee sei „mit seiner Infrastruktur am Limit“. Zudem meinte auch er, dass sich der landwirtschaftliche Betrieb nicht mehr weiterentwickeln könne. Letzterem schloss sich Marion Daniel (FDP) an. Sie befürchtet zudem Beschwerden der neuen Anwohner über „Gerüche der Rinder“. Auch Thorsten Busch (UWG) erwartet diesen Ärger. Michael Sorg (Grüne) schlug sich ebenfalls auf die Seite der Anwohner. Das Baugebiet liege am Rande der Gemeinde und damit weit weg von Nahverkehr, Schulen und Einkaufsmöglichkeiten.

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Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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