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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Anwohner bitten Freie Wähler um Hilfe

08.09.2018

Altengraben „Wir sind grundsätzlich der Meinung, dass hier gar kein Baugebiet hingehört“, betonte Bonté Rippena am Freitag beim Ortstermin mit den Vertretern der Freien Wähler Volker Schmidt, Arnold Hansen und Elke Bothe auf der Wiese des geplanten Baugebietes „Westlich Zum Altengraben“. Die Anwohner hatten schon mehrfach ihren Protest gegen das Baugebiet geäußert.

Rippena sieht nicht nur die fehlende Infrastruktur als Problem, sondern auch den zu erwartenden Verkehr. Insbesondere Mehrfamilienhäuser seien hier fehl am Platz. Das sah auch Fraktionsvorsitzender Hansen so. Zudem wies er darauf hin, dass den Anwohnern Kosten drohen könnten, falls die Straße „Zum Altengraben“ ausgebaut werden müsse und es sich um einen Erstausbau handle.

Rippena ging zudem erneut auf die Nähe zum landwirtschaftlichen Betrieb ein. Die neuen Anwohner könnten sich von Gülle gestört fühlen. Der betroffene Landwirt selbst, Bernfried Lüdeke, erwartet deshalb nicht nur Beschwerden, sondern fühlt sich auch eingeengt. Das sieht auch Hansen als Problem. „Wir wissen nicht, wie die Landwirtschaft in 15 Jahren ist. Wenn das Baugebiet erstmal steht, ist es ein Hindernis für ihn.“

Lüdeke ärgert sich zudem, dass der Gutachter der Landwirtschaftskammer, der bescheinigte, dass die Geruchsbelästigung durch den Stall weit unter dem Grenzwert bleibe, nicht mit ihm gesprochen habe.

Die Freien Wähler hatten ihre Bedenken ebenfalls bereits mehrfach geäußert. Sie votierten wie auch Grüne, FDP und UWG gegen den Bebauungsplan, unterlagen aber SPD und CDU. Verhindern lasse sich das Baugebiet wahrscheinlich nicht mehr, sagte Hansen am Freitag, er ermutigte die Anwohner aber, ihre Bedenken weiter gegenüber der Gemeinde zu äußern und auch mit Vertretern anderer Fraktionen zu sprechen.

Für den entsprechenden Bebauungsplan 249 läuft aktuell das Beteiligungsverfahren. Es handelt sich um die zweite öffentliche Auslegung. Grund dafür waren Anregungen im ersten Beteiligungsverfahren: Die Gemeinde sieht nun im Norden eine Wiese vor, weil dort Fledermäuse leben. Darauf hatte der Naturschutzbund hingewiesen. Somit fallen zwei der 16 geplanten Grundstücke weg. Zudem wurde der vorhandene Spielplatz an der Straße „Zum Altengraben“ in den Geltungsbereich integriert.

Die Anwohner haben bei der Gemeinde bereits einen alternativen Bebauungsplan eingereicht. Der sieht nur eine Einfahrt mit Wendehammer statt zwei Einfahrten vor. Zudem soll die Wiese zwischen dem denkmalgeschützten Bauernhaus und der Kuhweide erhalten bleiben. Hier wollen die Anwohner eine Obstwiese anlegen.

Sonja Klanke
Redakteurin, Agentur Schelling
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2742

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