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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Am Freitag hält hier der Frühling Einzug

01.03.2017

Oldenburg Es ist vielleicht beim Blick nach draußen nicht der erste Gedanke, geweckt wird sie aber ganz sicher, die große Sehnsucht nach dem Leben in freier Natur. Die Oldenburger Gartentage gelten hier quasi als die Frühblüher der Messe-Saison. Von Freitag, 3. März, bis Sonntag, 5. März, werden die Besucher der Weser-Ems-Hallen wieder eine einzigartige Mischung aus Farben, Formen und Gerüchen erleben.

„Die bunte Messe für grüne Lebensart“, so der Untertitel, folgt mit der zeitgleich stattfindenden „Mohltied!“ in der benachbarten Kongresshalle dem aktuellen Trend, in den warmen Monaten des Jahres den Garten in einen urbanen Lebensraum zu verwandeln. Bei der neuen Messeform geht es nach eigenem Anspruch um Genuss, Erlebnis und Tischkultur.

Gelungener Spagat

„Es ist für mich sehr spannend, nach vielen Jahren nun etwas ganz Neues zu erleben“, sagte Messeleiterin Sonja Hobbie. Neu ist hier der Spagat, einerseits die regionale Flagge im ländlichen Raum zu zeigen, andererseits die moderne Attitüde der Großstädte zu bedienen. Dass die Produkte und Dienstleistung glaubwürdig und echt her-überkommen, ist der große Anspruch der Organisatoren.

Sorgen, dass sich die an Obstschnitt, Gestaltung und Naturschutz interessierte „Stammkundschaft“ nicht mehr wiederfindet, muss sich keiner machen. „Es soll immer eine Verkaufsmesse mit hohem Beratungsanteil für die Besucher bleiben“, stellt Hobbie fest.

„Gleichzeitig erleben wir, dass in der oft hektischen, unübersichtlicher gewordenen Welt der eigene Garten eine immer stärkere Rolle als Rückzugs- und Genussort erhält. Sobald es warm wird, findet bei vielen der ganze Tagesablauf im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon statt.“

Auch in Hege und Pflege ändert sich vieles. Einen schönen Garten zu haben, bedeutet nicht zwingend, saubere Rasenkanten zu schneiden, jede Fuge von wuchernden Kräutern zu befreien und Kleinstlebewesen den Garaus zu machen.

Nachhaltiger Untergrund

„Nachhaltigkeit“ und „Naturnahes Gärtnern“ sind bei den Oldenburger Gartentagen nicht nur zeitgemäße Begriffe, die Experten gehen dem sogar auf den Grund. „Torf wird zu Unrecht verteufelt“, sagt Dorothee Reinkemeyer. Wer nicht ständig gießen möchte, braucht nun mal dessen einmalige Schwammfunktion.“ In ihrem Kleinunternehmen „Die Torffrau“ im Landkreis Diepholz lässt sie Eichenrinden-Kompost und Torfmischungen herstellen.

Torffreie Alternativen seinen häufig mit Vorsicht zu genießen, sagt Reinkemeyer. „Die Erdenindustrie komme dem Wunsch der Verbraucher nach mehr Nachhaltigkeit oft nur auf dem Etikett nach.“

So würden schwer zersetzbare Kokosfasern – hauptsächlich aus Indien und Sri Lanka – als Torfersatz genommen. „Das ist ebenso wenig eine gute Lösung wie Grünkompost mit zehn Prozent Biotonnen-Anteil“, rät die Erd-Expertin zum genauen Hinsehen und zum Nachdenken bei der Produktwahl.

Kompetente Beratung ist das Stichwort: Erika Brunken und Mechthild Ahlers von der Niedersächsischen Gartenakademie sprechen über „Blütenwunder Hortensien“ und „ABC der Rosenpflege“. Harald Zesch von den Gartenfreunden Oldenburg-Ammerland referiert zu „bedrohten Fluggesellschaften“ – also Bienen und Hummeln. Planer Bernd Hestermeyer verrät, wie man den Garten zum gemütlichen Ort macht und Gartenarchitektin Karin Schelcher übergibt den „Schlüssel zum Gartenglück.“

Ob´s stürmt, ob´s schneit am Wochenende, ganz egal – in Oldenburg hält am Freitag der Frühling Einzug.

Oliver Schulz
Redakteur
Politikredaktion
Tel:
0441 9988 2094

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