• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Asphalt gleicht einer Kraterlandschaft

31.10.2013

Ahlhorn Die Landesstraße 870 von Ahlhorn nach Sage ist über weite Strecken schnurgerade, trotzdem darf man hier nur 70 Stundenkilometer fahren. Darüber könnte man sich wundern. Allerdings nur so lange, bis man mit seinem Auto – im schlimmsten Fall mit seinem Motorrad – durch gewaltige Löcher im Straßenbelag fährt und merkt: Selbst 70 ist hier noch zu schnell. Da, wo die größten Krater sind, geht von der L 870 die Regenter Straße ab. Die Anwohner der Straße sind nicht nur sauer, sie sind fassungslos über den Zustand der Landesstraße.

Denn erst vor rund zwei Jahren war die L 870 komplett saniert worden – eine Verschlimmbesserung, wie sich herausstellte. „Wir waren uns damals schon alle einig, dass das nicht halten kann“, sagt Anwohner Günter Bachmann. Er hatte bei den Bauarbeiten gemeinsam mit einigen Nachbarn zugesehen und traute seinen Augen nicht: Obwohl es tagelang geregnet habe, sei eine sehr dünne Schicht Asphalt auf eine kalte Klebefläche aufgetragen worden, beschreibt Bachmann. Dünnschicht im Kalteinbau heißt dieses Verfahren.

„Und man muss bedenken: Die Straße war vorher in Ordnung. Diese Sanierung geschah völlig ohne Not“, so Bachmann. Nach wenigen Monaten seien dann die ersten Löcher entstanden.

„Wenn die Lastwagen durch die Löcher fahren, klirren bei uns die Gläser im Schrank“, sagt Margret Löschen, die ebenfalls in der Regenter Straße wohnt. Günter Bachmann stimmt zu: „Die Lärmbelastung hat erheblich zugenommen. Dabei hatten uns die Bauarbeiter bei der Sanierung gesagt, der neue Belag sei leiser als der alte.“

Mittlerweile ist die Geschwindigkeit auf 70 Stundenkilometer begrenzt, doch das Unfallrisiko ist damit kaum verringert. Vor allem Autofahrer, die in die Regenter Straße abbiegen wollen, kommen schon mal ins Schleudern: Gebremst werden muss genau da, wo sich regelrechte Krater im Asphalt auftun. Viele Autofahrer umfahren die Löcher wie ein Verkehrshindernis.

Im März dieses Jahres war Wirtschaftsminister Olaf Lies vor Ort und hatte sich die Sorgen der Bürger angehört. „Das war vor der Wahl und seit dem haben wir nichts mehr gehört“, sagt Bachmann.

Auch der Gemeindebürgermeister Thorsten Schmidtke hat sich in dieser Woche mit einem Schreiben an die Landtagsabgeordneten Renate Geu­ter (SPD) und Karl-Heinz Bley (CDU) gewandt. Er schreibt von einem „Flickenteppich mit zahlreichen Löchern und Abplatzungen“. Und: „Sowohl aus der Bevölkerung als auch aus den politischen Gremien werde ich ständig auf die genannten Bereiche angesprochen.“

Dem Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Joachim Delfs, sind die Probleme bekannt. Er sagte auf Nachfrage der NWZ : „Wir wollten diese Straße eigentlich noch in diesem Jahr sanieren, aber dafür hat das Geld nicht ganz gereicht. Deswegen haben wir die Sanierung als eine der ersten Maßnahmen in 2014 vorgesehen, also im April oder Mai.“ Und er kündigt an: „Es wird dann eine normale Heißdecke eingebaut. Zur Substanzwerterhöhung soll außerdem eine drei bis vier Zentimeter dicke Deckschicht eingebaut werden.“

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2506
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.