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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Auch Waschbär und Marder machen Fasan zu schaffen

07.09.2016

Harpstedt /Kellinghausen Gut zwanzig Interessierte waren jetzt der Einladung des Nabu Harpstedt gefolgt, um sich auf dem Hof von Dieter Pleus in Kellinghausen über Hegebüsche und Blühstreifen zu informieren. „Schon seit 30 Jahren widmet sich Pleus dem Naturschutz“, weiß man beim Nabu. „Entsprechend groß sind seine Fachkenntnisse und die eingebrachten Erfahrungen, die er gern an Besucher weitergibt“, so Nabu-Sprecherin Eva Heinke.

Auf den Blühstreifen stehen Sonnenblumen und Malven noch in Blüte, auch die verschiedenen Kleesorten waren noch gut zu erkennen. So finden Bienen und andere Insekten auch jetzt noch ein breites Nahrungsangebot.

Die Teilnehmer mussten aber erfahren, dass einige Wildkräuter wie Quecke, Melde, Kamille, Knöterich oder Ampfer durch ihre Ausbreitungsfreudigkeit oder ihre Wurzelstruktur ein Problem in den Blühstreifen selbst oder bei nachfolgenden Fruchtfolgen darstellten. Die vorgeschriebenen Einsaattermine (spätestens bis zum 15. April) würden bei Landwirten auf Unverständnis stoßen, drohe doch das teure Saatgut durch eventuelle Nachtfröste zu verderben.

„Leider muss auch beobachtet werden, dass die Bestände an Fasanen und Rebhühnern zunehmend durch Fressfeinde wie Füchse, Waschbären und Marder, aber auch durch Krähenvögel dezimiert werden“, berichtet Eva Heinke. Die seltene Wiesenweihe, die auch auf den Feldern um den besuchten Hof brüte, werde durch die bestehenden und geplanten Windenergieanlagen bedroht, „da insbesondere die Jungvögel nach dem Schlüpfen aufsteigende Flugversuche durchführen“.

Die Buschhecken, die Dieter Pleus vor vielen Jahren angepflanzt und mit Wildzäumen vor Verbiss geschützt hatte, standen in voller Frucht. So konnten die Teilnehmer die für die Vögel so wichtigen Futterpflanzen wie Hartriegel, Traubenkirsche, schwarzen Holunder, Pfaffenhütchen, Weißdorn, Hagebutte, Schlehe, Felsenmistel, Vogelbeere und Fasanenspiere aus nächster Nähe und auf engem Raum betrachten.

Zum Schluss wurden die Teilnehmer auch in den privaten Garten von Dieter Pleus eingeladen. Bei Mineralwasser und Saft aus eigenen Äpfeln und frischen Zwetschgen konnte letztendlich auf der Terrasse noch in gemütlicher Runde nachgefragt und gefachsimpelt werden.

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