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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Augen tränen und Nasen triefen

15.04.2009

WILDESHAUSEN Der Flug von Blütenpollen macht sich kurz nach Ostern in den Wildeshauser Apotheken schon bemerkbar. „Eben war ein kleiner Junge hier, der sehr stark darunter leidet – obwohl er bereits seit längerem in ärztlicher Behandlung ist“, sagt Silke Nordbruch von der Kronen-Apotheke. Auch in der Apotheke am Wall stieg die Nachfrage nach Antiallergika zu Ostern sprunghaft an. „Ich hatte am Ostersonntag Dienst und da kamen zwischen 30 und 40 Patienten, die alle nach anti-allergischen Mitteln fragten“, beschreibt Karin Daßbach die Lage. Beide Apotheken berichten von der Erfahrung, dass vor allem junge Menschen im Alter von 20 bis 40 Jahren unter den Allergien leiden.

Die meisten Pollen, die im April in der Luft sind, stammen von Bäumen wie der Birke. Sie verbreiten sich durch den Wind in der Umgebung sehr schnell. Begünstigt wird der Pollenflug dabei durch das warme Wetter. „Durch die hohen Temperaturen gab es bei den Pflanzen einen Wachstumsschub, und viele blühen bereits“, erklärt Karin Daßbach.

Wenn sich durch die Pollen erste Allergiesymptome wie Augentränen und Juckreiz einstellen, kann man unterschiedliche Mittel verwenden. „Erstmal sollte man lokal behandeln“, sagt Jutta Weißenborn von Jacobi’s Alte Apotheke. Zur lokalen Behandlung empfielt sie Nasensprays und Augentropfen. Wenn die Allergie trotzdem stärker werden sollte, könne man Antihistaminika in Tablettenform nehmen, die den Vorteil hätten, dass die Behandlung weniger aufwändig sei. „Der Nachteil bei den Tabletten ist aber, dass sie stärkere Nebenwirkungen verursachen“, bemerkt Apothekerin Schienerer. Eine klassische Nebenwirkung sei vor allem Müdigkeit.

In sehr schlimmen Fällen könnten auch Nasensprays mit Kortison-Anteil angewendet werden, die teilweise sogar rezeptfrei erhältlich sind. Sie sollten laut Jutta Weißenborn aber nur das letzte Mittel sein und nicht zu oft genommen werden.

Wer nicht mehr auf Sprays, Tropfen und Tabletten angewiesen sein möchte, kann eine „Hyposensibilisierung“ von einem Allergologen durchführen lassen. Sie ist vergleichbar mit einer Impfung – durch sie wird der Körper immun gegen die Pollen.

Tipps zur

Vorbeugung

Pollenfreier Schlaf: Martina Schienerer und Silke Nordbruch empfehlen neben den Arzneien gegen die Pollen-Allergie auch vorbeugende Maßnahmen. So sollten Allergie-Patienten vor dem Zubettgehen duschen und gründlich die Haare waschen. „Damit werden die Pollen aus den Haaren entfernt und man kann besser schlafen“, sagt Schienerer. Außerdem sollte man die getragene Kleidung während der Nacht in einem seperaten Raum aufbewahren und die Fenster geschlossen halten. „Auch eine Nasendusche vor dem Schlafen ist sehr sinnvoll“, meint Silke Nordbruch. Durch die Spülung der Nase und Nasennebenhölen werden ebenfalls Pollen entfernt, was für einen tieferen und erholsameren Schlaf sorgt.

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