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Bauvorhaben In Wardenburg: Aus Bauernhof soll Hotel werden

06.06.2014

Wardenburg Entsteht in der Gemeinde Wardenburg bald ein neues Hotel? Dies plant zumindest Dr. Harold Cordes. Im Sommer vergangenen Jahres kaufte Cordes, Betreiber des Seminarhauses „Hof Oberlethe“ an der Wardenburger Straße, das benachbarte Grundstück, auf dem der sogenannte Stöverhof steht. Der ehemalige landwirtschaftliche Betrieb soll – geht es nach den Plänen von Cordes – bald in ein schickes Landappartementhotel umgewandelt werden. Vorgesehen sind ein öffentliches Sommercafé sowie ungefähr 20 Ferienappartements bzw. Zimmer.

Die neuen Zimmer seien notwendig, erklärte am Donnerstag Cordes den Mitgliedern des Ausschusses für Planung und Entwicklung, um dem steigenden Bedarf des angrenzenden Seminarhauses gerecht zu werden. Zudem soll auch eine Übernachtungsmöglichkeit für Gäste geschaffen werden, die nichts mit dem Seminarhaus zu tun hätten.

Statt auf einen Neubau, will Cordes den historischen Charakter des bestehenden Hofes hervorheben. So soll die Front des Mittelbaus, der in den 60er Jahren ausbrannte, wieder in seinen Ursprungszustand versetzt werden. Auch das Wohnhaus und die seitlichen Stallungen bleiben unverändert, ebenso der umfangreiche Baumbestand sowie die alleenartige Auffahrt. Nur wenige Neubauten sollen das Gebäudeensemble ergänzen.

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Ein Projekt, das zwar die Mehrheit des Ausschusses, nicht aber alle Mitglieder überzeugen konnte. „Ich habe arge Bauchschmerzen, das Projekt ist einige Nummern zu groß“, äußerte SPD-Ratsherr Werner Wulf Bedenken an dem Vorhaben. Insbesondere die unmittelbare Nähe eines Landschaftsschutzgebietes sieht Wulf als problematisch an. Schließlich gelte der Naturschutz an der Lethe als besonders schützenswert und dürfe nicht durch ein Übermaß an Touristen oder Veranstaltungen auf dem Hof gefährdet werden. Ein Problem, auf das auch Armin Köpke (CDU) aufmerksam machte.

Sorgen, die laut Cordes unnötig seien. Vielmehr plant der Hotelbetreiber – vollkommen unabhängig von seinem Bauvorhaben – eine Renaturierung der Lethe in der Höhe seiner Grundstücke. Hierfür sei er in Kontakt mit der Hunte- und Wasseracht getreten, um etwaige Fördermöglichkeiten auszuloten.

Damit das Projekt initiiert werden kann, sprachen die Ausschussmitglieder mit acht zu vier Stimmen und einer Enthaltung eine Empfehlung an den Verwaltungsausschuss aus, einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen sowie den Flächennutzungsplan zu verändern.

Martin Thaler Volontär / NWZ-Redaktion
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