• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Aus Pizzeria zum Ausmarsch mit der Gilde

11.04.2014

Wildeshausen „Glücklich und zufrieden“ sei er heute, „doch das war nicht immer so“, sagt Cesare Mastrangelo (52), der 1987 von Italien nach Deutschland auswanderte. Sein Start in Mitteleuropa war alles andere als einfach.

Zum ersten Mal nach Deutschland kam er 1987. Sein Bruder Vito lebte schon länger hier und half ihm bei der Jobsuche. „Damals bin ich nach Deutschland gekommen, um meinen Bruder zu besuchen, doch ich blieb länger, denn er besorgte mir einen Job“, sagt der heutige Wildeshauser. So ging es für Mastrangelo zurück nach Italien, aber nur zum Koffer packen. In Lübbecke in Nordrhein-Westfalen und Umgebung arbeitete er zunächst in verschiedenen Eiscafés.

In seiner Heimat Mola di Bari, einer kleinen Hafenstadt in der Nähe von Bari, der Hauptstadt der Region Apulien, wuchs er auf. Nach seiner Ausbildung als Tischler gab es dort für ihn keine Stelle. „Ich versuchte es mit kleinen Jobs“, erzählt Mastrangelo. Erst arbeitete er auf einem Fischkutter in der Adria, danach auf dem Fischmarkt in seiner Heimatstadt, aber „das Leben auf See war nichts für mich. Ich brauche festen Boden unter den Füßen.“

Durch Kontakte in den Eisdielen kam er nach Wildeshausen. Dort arbeitete er, klassisch italienisch, in der Pizzeria Pinocchio in der Kleinen Straße. Die Pizzeria ist heute nicht mehr existent, und auch Mastrangelo arbeitet heute sogar wieder in seinem ursprünglichen Beruf: „Seit 1989 bin ich nun bei der Rollladenbaufirma Hoffmann angestellt. Der heutige Geschäftsführer Timo Hoffmann und sein Vater nahmen mich damals sehr gut auf“. Und dort ist er bis heute geblieben, so dass Mastrangelo am 24. April sein 25. Firmenjubiläum feiern kann.

1988 lernte der Apulier auch seine heutige Frau Rita Binke-Mastrangelo (47) kennen, durch dessen Vater er auch an die Stelle bei Hoffmann kam. Zunächst war die Verständigung nicht einfach: „Zu Anfang unserer Beziehung standen wir uns mit Wörterbüchern gegenüber“, verrät seine Frau Rita.

Doch für die Gründung einer Familie „hätte der Lohn in der Pizzeria niemals ausgereicht“, so Mastrangelo, der seine damalige Freundin Rita 1991 heiratete und mit ihr und den beiden Kindern Sebastian (22) und Carlotta (15) längst in Wildeshausen heimisch geworden ist. Und wie es sich für einen echten Wildeshauser gehört, ist der Mann von der Adria heute Mitglied in der Gilde: „Ich hab’ das Gildefest schon oft als Gast erlebt und bin froh, nun auch dabei zu sein.“

An seine alte Heimat denkt Mastrangelo nicht mehr oft. Seine Geschwister leben noch an der Adria, die er manchmal besucht. „Hier in Wildeshausen ist meine Familie. Hier sind alle meine Freunde, und tolle Nachbarn habe ich auch . Hier ist meine Heimat.“

Heiner Elsen
Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2906

Weitere Nachrichten:

Adria

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.