• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

VERKEHR: Bahn zieht Projekt auf 2010 vor

13.10.2009

ASCHENSTEDT Der Bahnübergang Brettorfer Kirchweg bei Aschenstedt wird im Jahr 2010 aufgelöst. Diese verbindliche Zusage hat jetzt die Deutsche Bahn Netz AG der Gemeinde Dötlingen gegeben. Damit wird ein Konzept, das bereits seit Jahren fertig in der Schublade liegt, nunmehr umgesetzt. Danach wird vom jetzigen Übergang ein neuer Weg entlang der Bahnstrecke Wildeshausen-Brettorf in Richtung Brettorf gebaut bis zum Übergang des Gemeindeweges Nr. 34, der vom Birkenbusch zum Brettorfer Kirchweg führt. Er wird mit Rotlicht und Halbschranken abgesichert. Gesamtkosten der Maßnahme: 715 500 Euro. Die entsprechende Zusage der Bahn bestätigte Bauamtsleiter Uwe Kläner am Montag auf NWZ-Nachfrage.

Bereits seit Mitte dieses Jahrzehnts liegt die Planung vor, um den „technisch nicht gesicherten Übergang“ im Verlauf des Brettorfer Kirchwegs zu beseitigen. Doch obwohl Rat und Verwaltung immer wieder nachfassten und seitens der Gemeinde die Finanzierung seit langem steht, wurde das Vorhaben immer wieder geschoben.

Unfall am 15. Juli

Als am 15. Juli ein schwerer Unfall auf dem Übergang bei Kilometer 18,830 der Strecke Delmenhorst-Hesepe passierte, bei dem ein Lkw-Fahrer einer Neerstedter Firma leicht verletzt wurde, wandte sich die Gemeinde danach zum wiederholten Mal an die verantwortliche DB Netz AG in Hannover sowie an die Zentrale in Frankfurt/Main. „Wir haben sie energisch angeschrieben“, so Kläner, dass die Gemeinde nicht länger warten könne und wolle.

Parallel nahmen sich auch erneut die Ratsfraktionen des Themas an. Die CDU-Fraktion, so berichtete Ratsherr Jens Heinefeld, bat den CDU-Landtagsabgeordneten Ansgar Focke um Hilfestellung. Er war schon im Februar 2009 bei einem Gespräch der Dötlinger mit der DB Netz in Hannover zugegen gewesen. Focke fand in seinem Brief am 26. September deutliche Töne für das Verhalten der Bahn. „Ich kann und will das Vorgehen der DB Netz AG nicht mehr verstehen“, schrieb er dem Konzern. Dötlingen habe alle notwendigen Erfordernisse schnell und zuverlässig erledigt. „Auch ist es für die Gemeinde keine große Diskussion gewesen, den erforderlichen Mehraufwand von 94 730,73 Euro zur Verfügung zu stellen.“ Er betonte, dass die DB sich nicht wundern müsse, „wenn das Verständnis und die Akzeptanz bei den örtlichen Akteuren auf Dauer schwinde.“

Ablaufplan liegt vor

Fockes abschließender Wunsch nach einem „verbindlichen Ablaufplan“ ist nunmehr in Erfüllung gegangen. Nach dem Unfall im Juli hatte ein Bahnsprecher gegenüber der NWZ geäußert, dass erst 2012 der Übergang geschlossen werden solle. Dass es jetzt 2010 passiert, mochte Bauamtsleiter Uwe Kläner angesichts der langen Vorgeschichte gleichwohl nicht so recht als ein „Vorziehen“ der Maßnahme werten. Laut Bahn soll noch 2009 mit der Auftragsvergabe begonnen werden, so dass die Maßnahme 2010 fertig ist.

Lange Vorgeschichte der Vereinbarung – Gefahr für lkw

Das Eisenbahnkreuzungsgesetz sieht beim Bau neuer gesicherter Bahnübergänge eine Drittelung der Kosten zwischen der Kommune, dem Bund und der Bahn zu. Eine entsprechende Vereinbarung für die Verlegung des Übergangs Brettorfer Kirchweg sei bereits vor Jahren geschlossen worden, so Dötlingens Bauamtsleiter Uwe Kläner. Für zusätzliche Verzögerung sorgte dann eine Änderung der Bestimmungen im Jahr 2009. Nun gilt, dass der Bau des zusätzlichen Straßenstücks, in diesem Fall die Verlängerung des Brettorfer Kirchwegs entlang der Gleise, auch von den drei beteiligten Kostenträgern jeweils zu einem Drittel zu tragen ist. Damit wurde die bisherige Praxis aufgehoben, dass der Bund allein die Kosten dieser Straßenbaumaßnahmen trägt.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den NWZ-Wirtschafts-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Um den neuen Vertrag zu schließen, mussten die Dötlinger ihre Bereitschaft erklären, statt, wie ursprünglich geplant 144 000 Euro, nunmehr 238 500 Euro zu tragen. Die entsprechende Zusage gab die Gemeinde bei einem Gespräch im Februar 2009. Danach wartete sie bis August 2009 auf die Änderungsvereinbarung. Erst auf Nachfragen erhielt sie dann den neuen Vertrag, der postwendend unterschrieben nach Hannover zurückging.

Für Lkw-Fahrer gilt der Übergang Brettorfer Kirchweg als besonders gefährlich, wenn sie aus Richtung Aschenstedt kommen und der Zug aus Richtung Wildeshausen. Dann befindet sich der Zug in „einem toten Winkel“, in dem ihn der Lkw-Fahrer nicht sehen kann. Das belegte ein Ortstermin Ende Juli mit dem Verkehrsexperten Franz Schilberg, der auf diese Problematik bei ungesicherten Bahnübergängen mit einem spitzen Anfahrtwinkel seit Jahren hinweist. Ein Test mit einem Lastwagen belegte, dass die Lkw-Fahrer teilweise nichts sehen können. Die ausführliche Berichterstattung der NWZ über diesen Test schickte die Gemeinde in Kopie mit ihren Schreiben an die Deutsche Bahn.

Ulrich Suttka Kanalmanagement / Redakteur
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2077
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.