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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Von der Knolle bis zur Pommes

02.09.2019

Bakenhus Erdverschmutzte Finger und glückliche Gesichter gingen bei den Kindern auf dem Biohof Bakenhus am gestrigen Sonntag Hand in Hand: Bei der 18. Auflage von „Pommes McSelf“ gruben sie mit fleißigen Händen wieder begeistert Kartoffeln aus dem Acker.

Das Familienfest des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV), dem Pächter des Biohofs, Gustav Wolters, sowie der Biofleisch GmbH mit Geschäftsführer Rainer Breuer brachte Besuchern wieder die Nähe zu den Lebensmitteln und vermittelte spielerisch Zusammenhänge zwischen Landwirtschaft und Trinkwasserschutz.

So verfolgten Kinder und Eltern die Kartoffel auf ihrem Weg aus der Erde bis hin zur fertigen Pommes: Die gesammelten Knollen trugen sie zur nächsten Station, wo sie die Kartoffeln schälten, stiftelten und zu Pommes verarbeiteten.

„Die Kinder sind nicht zu bremsen“, sagte Marie Bernhard-Beskow aus Dötlingen. Sie und ihr Mann versuchten, ihre Enkel so wieder näher an die Natur heranzuführen und „die Achtung, vor allem, was wächst, zu vermitteln“.

Diese Nähe zur Natur war auch Andrej Japs aus Wildeshausen wichtig: „Wir wollen unserer Tochter zeigen, woher die Kartoffeln kommen, nicht nur aus dem Supermarkt“, sagte er, „damit sie das schätzt.“ Auch bei der Erklärung „des jungen Mannes bei den Schweinen“ war er begeistert. „Das war sehr authentisch“, freute er sich. „Wenn es so erklärt wird, ist man auch bereit, mehr Geld auszugeben.“

„Der junge Mann bei den Schweinen“ heißt Markus Kattau. Er hat sein letztes Ausbildungsjahr auf dem Biohof verbracht und hob die Bedeutung der Veranstaltung hervor. „Alles was in der Landwirtschaft produziert wird, ist ein Lebensmittel, also ein Mittel zum Leben. So steht jeder Mensch zwangsläufig damit in Verbindung.“ Der Mensch entferne sich jedoch immer weiter von seinen natürlichen Bedingungen.

Zwei Spitzenpolitikerinnen waren ebenfalls zu Gast, um einen Eindruck vom Hof und seiner Arbeit zu gewinnen. Fleischermeister Rainer Breuer führte Barbara Otte-Kinast (CDU), Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, und die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen sowie Vertreter des OOWV, darunter Verbandsvorsteher Sven Ambrosy, durch die Fleischerei und den Hofladen. Der Verbraucher sei zu weit weg vom „Mittel zum Leben“ und dem Aufwand dahinter, sagte Breuer.

Ministerin Otte-Kinast lobte das Konzept des Hofes. „Wir müssen den Kindern wieder das Wissen vermitteln, dass die Kartoffel aus der Erde kommt“, betonte sie. Auch zu einem besseren Tierwohl in den Ställen müsse man kommen. „Wir müssen wieder verinnerlichen, dass es etwas Wertvolles ist, und das Bewusstsein schulen.“

Der Biohof bot aber mehr als Kartoffeln und Tiere: Auf Lehrpfaden und Führungen lernten die Besucher auch viel über den Wasserschutz. „Wir wollen Kinder spielerisch mit der Bedeutung des Wassers als wichtigstem Nahrungsmittel vertraut machen“, erklärte OOWV-Organisatorin Gabriele Wollstein.

Jana Budde Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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