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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wirtschaft: Banken wollen gemeinsam stärker sein

04.06.2015

Ganderkesee /Bookholzberg /Hude Gemeinsamkeit macht stark: Getreu dem genossenschaftlichen Motto streben die Volksbanken Ganderkesee-Hude und Bookholzberg-Lemwerder die Fusion an. Sie solle zum 1. Januar 2016 wirksam und im Frühjahr 2016 durch die jeweiligen Vertreterversammlungen rückwirkend beschlossen werden, gaben die Vorstände am Mittwoch in Hude offiziell bekannt.

Aus dem Zusammenschluss entsteht die größte Genossenschaftsbank im Gebiet der Landkreise Oldenburg und Wesermarsch sowie der Stadt Delmenhorst. Sie wird eine Bilanzsumme von mehr als 550 Millionen Euro aufweisen und an acht Standorten etwa 150 Mitarbeiter (mit Auszubildenden) beschäftigen.

Die Mitglieder der Volksbank Ganderkesee-Hude wurden auf der Vertreterversammlung am Dienstagabend über die Fusion informiert. Die Vertreterversammlung der Volksbank Bookholzberg-Lemwerder hatte bereits am Dienstag vergangener Woche stattgefunden.

„Wir sind Nachbargemeinden und es gibt keine Überschneidungen in Marktbereichen“, begründeten Oliver Frey und Jürgen Kikker, Vorstände der Volksbank Ganderkesee-Hude, den Schritt. Doch nicht nur die geografische Lage, sondern auch äußere Umstände spielten eine Rolle. So sei die Entscheidung auch auf die Niedrigzinspolitik und die steigenden Anforderungen durch die Regulierungen auf politischer Ebene zurückzuführen.

„Wir befinden uns bereits seit vielen Jahren in enger Kooperation“, ergänzte Oliver Frey. Beide Banken hätten sich bislang schon personell unterstützt und mit der Geno-Immobilien eine gemeinsame Tochtergesellschaft. Auch bei der Ausrichtung der Bank, in technischen Bereichen oder der Organisationsstruktur lasse sich besser zusammenarbeiten. „Doppelarbeit kann vermieden werden“, sagte Sascha Knaack, Vorstandsmitglied der Volksbank Bookholzberg-Lemwerder. „Heute sind wir stark und haben die Möglichkeiten, zu fusionieren.“

Noch stehe kein fertiges Konzept, betonte Jürgen Kikker. „Die reine Fusion wird aber nicht dazu führen, dass Arbeitsplätze abgebaut werden.“ Auch die Marktbereiche und Filialen blieben bestehen. Geplant sei der Ausbau der Geschäftsbereiche Firmenkunden, Landwirte und Privatkunden.

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Die Volksbank Ganderkesee-Hude könne „trotz eines nicht einfachen Umfeldes mit dem Geschäftsjahr 2014 zufrieden sein“, sagte Oliver Frey. Die Bilanzsumme erhöhte sich erstmalig auf 411,2 Millionen Euro, das gesamte betreute Kundenvolumen auf 837 Millionen Euro. Daraus wurde eine Dividende von 5,25 Prozent an die 10 591 Mitglieder ausgeschüttet.

Im gesamten Kundengeschäft konnte ein Zuwachs von 36 Millionen Euro verzeichnet werden. Wachstumstreiber seien Wohnungsfinanzierungen und -modernisierungen sowie Investitionen im landwirtschaftlichen und gewerblichen Bereich gewesen. Die Kreditvergabe konnte um 15 Millionen Euro (5,74 Prozent) auf 291,3 Millionen Euro gesteigert werden. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 10 Millionen (3,83 Prozent) auf 271,3 Millionen.

Tanja Henschel Barßel / Redaktion Münsterland
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