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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Bauen auf der „Bürgermeister-Kippe“

05.12.2012

Hude Bauherren, die sich für eine Parzelle im neuen Wohnbaugebiet an der Ecke Wilhelmstraße/Königstraße interessieren, können sicher sein, dass ihr Haus auf sauberem Grund und Boden entsteht. Dafür trägt der von der Gemeinde Hude beauftragte Bodengutachter Ulf Linnemann vom Büro für Umwelt- und Rohstoffgeologie (BfU) in Oldenburg Sorge. Der Diplom-Geologe hat das Areal gründlich unter die Lupe genommen. Denn ein rund 1000 Quadratmeter großer Teilbereich ist in früheren Jahren als „Hausmülldeponie“ genutzt worden. „Im Volksmund hießen solche Ablagerungen Bürgermeister-Kippen“, berichtet Linnemann.

Bei ersten Untersuchungen hat er „Klassiker der 50er und 60er Jahre“ entdeckt, zum Beispiel Zahnpasta-Tuben, Bierflaschen und Dosen. Die Sanierung kostet insgesamt rund 100 000 Euro – der Betrag wird indes zu 50 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung bezuschusst. Der Förderbescheid liegt im Rathaus vor. Den Auftrag zur Umsetzung des von Linnemann erstellten Sanierungskonzeptes hat die Firma Kallisch erhalten. „Wir freuen uns natürlich besonders, dass ein Huder Unternehmen im Ausschreibungsverfahren den Zuschlag erhalten hat“, sagt Roland Arndt als Wirtschaftsförderer der Gemeinde Hude. Gleichzeitig ist er für die Vermarktung der Grundstücksflächen zuständig.

In dieser Woche haben die Rodungsarbeiten auf dem belasteten Grundstück begonnen. In der nächsten Woche soll die obere Bodenschicht bis zu einer Tiefe von 30 bis 40 Zentimetern abgetragen werden. „Danach wird vorsichtig der Müll herausgeholt. Die Ablagerungen sind zwischen 60 und 100 Zentimeter tief vergraben“, erläutert BfU-Bauleiter Gerd Otten. Der Müll wird direkt auf Lkw verladen, die ihn zur Deponie Mansie (Landkreis Ammerland) transportieren. Ehe die Grube wieder aufgefüllt wird, nimmt das BfU in der Aushubsohle im Beisein des Landkreises Oldenburg Proben. Bis zum 21. Dezember sollen die Tiefbauarbeiten beendet sein.

Die Erschließung des Areals, das insgesamt knapp 2,5 Hektar groß ist und bis zum Geestrandgraben reicht, soll Anfang des zweiten Quartals 2013 beginnen. Arndt peilt den Verkauf der Grundstücke für Oktober an: „Die ersten Bauherren könnten theoretisch schon Weihnachten 2013 einziehen.“

Wie viele Bauplätze entstehen, hängt davon ab, von welcher Seite aus das Gebiet erschlossen wird. Die Zufahrt entscheidet auch darüber, ob das leerstehende Haus auf dem Eckgrundstück Königstraße/Wilhelmstraße erhalten bleibt oder abgerissen wird. Derzeit werden drei Varianten mit dem Landkreis – die Königstraße ist eine Kreisstraße – und mit der Straßenmeisterei geprüft. 17 bis 21 Grundstücke sind laut Arndt denkbar. Die Zahl der Interessenten ist allerdings um ein Vielfaches höher.

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