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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Befürworter sehen Chance

16.10.2013
NWZonline.de NWZonline 2015-07-22T15:50:50Z

Schlachthof I:
Befürworter sehen Chance

Ahlhorn Landwirte aus der Region plädieren für den geplanten Neubau eines Hähnchenschlachthofs in Ahlhorn. Sie kritisieren das „ablehnende Vorgehen“ von Bürgermeister Thorsten Schmidtke (SPD). Landwirtschaftsmeister Maik Baumann (43) aus Haschenbrok: „Unser Bürgermeister sollte seine Haltung ändern, schließlich bringt der neue Schlachthof nicht nur viele neue Arbeitsplätze in die Gemeinde, sondern spült dauerhaft zusätzliche Steuereinnahmen in die Kasse.“

Investor Walter Kreienborg aus Wildeshausen schaffe qualifizierte Arbeitsplätze in der Region, trat Baumann anders lautenden Angaben von Schlachthof-Gegnern entgegen. Wenn die Kritiker die 100 zusätzlichen Arbeitsplätze im Schlachthof als Jobs von minderer Qualität abqualifizierten, träfe das die Arbeitnehmer persönlich. Die Bürgerinitiative stigmatisiere mit ihrer Haltung die in Ahlhorn lebenden ausländischen Arbeitnehmer.

Der Schlachthof verfüge über eine optimale Verkehrsanbindung, meint Eckhard Wendt (52), Landwirtschaftsmeister aus Großenkneten. Auch Wendt sieht die Gemeinde in der Verantwortung: Neben der Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze werde Kreienkamp auch junge Leute ausbilden. Wendt: „Das kann und darf doch kein Verantwortlicher ablehnen.“

Zur Demonstration von Schlachthofgegnern an diesen Sonnabend meinte Wendt, es dürfe nicht sein, dass eine Handvoll „professioneller Demonstranten, die aus ganz Niedersachsen herangefahren werden, uns bevormunden.“ Die von Schlachthofgegnern wider besseren Wissens genannten Zahlen seien falsch. Wendt: „Es sollen nicht 200 000 Tiere am Tag geschlachtet werden, sondern 120 000. Die Bürgerinitiative und unser Bürgermeister schüren mit falschen Zahlen bewusst Ängste in der Bevölkerung. Auch werden keine 170 neuen Hähnchenställe gebaut, um den Schlachthof auslasten zu können.“ Bürgermeister Schmidtke beteilige sich an einer „Kampagne“ gegen die örtliche Landwirtschaft, kritisierte Landwirt Torsten Deye (41) aus Haschenbrok. Zuerst bitte die Gemeinde den Investor um eine Ansiedlung, wenige Monate später wolle sie ihn aus dem Dorf jagen.