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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Villa Knagge In Wildeshausen: Einstiges Schmuckstück jetzt ein Sanierungsfall

05.08.2015

Wildeshausen Sie gehört zu den Baudenkmälern in der Stadt – die Villa Knagge. Bei einem flüchtigen Blick von der Ahlhorner Straße wirkt das 1852 erbaute Gebäude noch wie ein Schmuckstück. Doch dieser Eindruck trügt. Überall bröckelt der Putz. Die Villa ist ein Sanierungsfall.

„Seit elf Jahren wohne ich nebenan. Von Jahr zu Jahr wird die Substanz schlechter“, klagt Birgit Oliver. Im Internet kämpft sie für einen Erhalt des Hauses. Auf Fotos hat sie den Verfall dokumentiert. Es ist nicht nur Kosmetik. „Da muss dringend etwas passieren“, meint Oliver. Als Malerin und Lackiererin kennt sie sich in der Altbausanierung aus.

Villa Knagge

1852 ließ der Wildeshauser Kaufmann Johannes Lambertus Joseph Knagge den Bau im spätklassizistischen Stil errichten. Knagge hatte auf Java (heute Indonesien) ein Vermögen gemacht.

1879 wurde die hölzerne Vorhalle im Romantikstil angebaut.

1893 starb Knagge im Alter von 86 Jahren.

1906 Der Bau wird um das Giebelmosaik (Herz-Jesu-Darstellung) und Jugendstil-Fries erweitert.

1955 Schenkung durch Friedrich August Knagge an Dominikanerorden.

1968 Übernahme durch die St.-Peter-Gemeinde.

Seit 1973 im Besitz der Stiftung Johanneum.

Auch ein Mieter der Immobilie ist mit dem Zustand nicht gerade zufrieden. Dabei handelt es sich um den Landkreis Oldenburg. Beratungsstellen und soziale Vereine sind dort untergebracht.

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„Damit beschäftigen wir uns schon länger. Es gibt eine ganze Reihe von Mängeln“, hieß es auf NWZ -Nachfrage aus dem Kreishaus. Doch beim Vermieter dringt der Landkreis mit seinen Hinweisen offenbar nicht durch. Dabei ist es nicht nur der Putz, der bröckelt, oder die verwitterte Farbe am historischen Wintergarten. Auch innen soll es etliche Mängel geben – bis hin zu einer wackeligen Treppe.

Die Villa befindet sich seit 1955 in kirchlicher Hand. Friedrich August Maria Knagge hatte sie vor 60 Jahren dem Dominikanerorden vermacht. 1968 übernahm die katholische Kirchengemeinde Wildeshausen das Gebäude. Seit 1973 ist es durch Erbpacht im Besitz der Stiftung Johanneum, die auch das Krankenhaus betreibt.

Verwaltungsdirektor Hubert Bartelt teilte auf NWZ -Nachfrage mit, dass das Haus zuletzt in den 90er Jahren umfassend saniert worden sei. „Die Villa Knagge ist in die Jahre gekommen, und uns ist bewusst, dass in absehbarer Zeit wieder gehandelt werden muss. Uns geht es um den Erhalt des historischen Gebäudes“, so Bartelt. Handlungsbedarf bestünde insbesondere bei der aufwendigen Holzkonstruktion der Veranda und der Fassade.

„Kleinere Reparaturarbeiten am und im Gebäude werden jeweils kurzfristig erledigt“, so Bartelt. Sanierungsarbeiten unter Auflagen des Denkmalschutzes seien aufwendig und kostenintensiv. Daher arbeite die Stiftung Johanneum mit der ─ Kirchengemeinde St. Peter, dem Offizialat Vechta, dem langjährigen Mieter Landkreis Oldenburg sowie den Denkmalschutzbehörden ─ derzeit an einer Konzeption zur Ermittlung der notwendigen Restaurationsmaßnahmen.

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