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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Immobilien: „Beim Hausverkauf von Emotionen frei machen“

01.03.2016
Frage: In Zeiten von Rekord-Niedrigzinsen gilt die Immobilie als Alternative für Geldanleger – auch in Ganderkesee? 

Hertrampf: Absolut. Die Nachfrage ist sehr hoch. In Ganderkesee fällt auf, dass relativ viele Verkäufe von Privat an Privat stattfinden, teilweise mit Makler, aber auch direkt, weil sich die Beteiligten oft persönlich kennen. Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte hat 2015 in Ganderkesee mehr als 200 Kaufverträge registriert.

„Tipps, Tricks und Gefahren“

Beim Immobilienverkauf sind viele Dinge zu beachten, an die Eigentümer oft gar nicht denken. Über „Tipps, Tricks und mögliche Gefahren“ informiert Harald Meyer, Vertriebsleiter der LBS Immobilien in Münster, bei einer Vortragsveranstaltung der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) am Dienstag, 15. März, 19 Uhr, im Hotel Backenköhler, Dorfring 40, in Stenum. Die Veranstaltung wendet sich an Privatpersonen, die ihre Immobilie verkaufen möchten.

Frage: Wie entwickeln sich die Preise?

Hertrampf: Steil nach oben. Bei gebrauchten Immobilien werden in Ganderkesee zwischen 1400 und 1900 Euro pro Quadratmeter erzielt. Entscheidend ist aber die Lage.

Borchers: In Bookholzberg liegen wir bei 1600 bis 1700 Euro. Die Leute wollen kaufen, aber das Angebot ist begrenzt. So erklären sich die vergleichsweise hohen Preise.

Frage: Also goldene Zeiten für Hausverkäufer...

Hertrampf: Ja, aber entscheidend ist die Preisfindung: Wer zu hoch rangeht, kann erleben, dass die Immobilie wie Blei liegen bleibt.

Borchers: Wenn ein Haus erstmal eine Weile im Internet steht und der Kunde sieht, da tut sich nichts, dann ist das Objekt irgendwann „tot“. Das kann nicht im Interesse des Verkäufers sein.

Frage: Was raten Sie Eigentümern bei der Preisfindung?

Hertrampf: Sie sollten sich von Emotionen, die sie mit dem Haus verbinden, so weit wie möglich befreien.

Frage: Oft haben sie aber viel Geld und Mühe in ihre Immobilie investiert. Da ist der Wunsch nach einem möglichst hohen Preis doch verständlich.

Borchers: Ja, aber er darf nicht überhöht sein. Wer zum Beispiel vor 25 Jahren sein Bad saniert hat, findet das heute noch schön. Aber inzwischen stellen Interessenten ganz andere Ansprüche, etwa nach mehr Wellness.

Hertrampf: Ein Haus aus den Neunzigern wirkt meist noch modern, entspricht aber in vielem nicht dem Stand der heutigen Zeit, allein schon bei der Energiebilanz.

Frage: Was gilt es neben der Preisfindung zu beachten?

Hertrampf: Ein wichtiges Thema sind Besichtigungstermine: Wie oft sind die und wie viele kommen dann ins Haus? Erscheint eine ganze Familie, dann will der Mann im Keller die Heizung sehen und die Frau oben das Bad und die Kinder sitzen schon vorm Fernseher. Das kann für den Eigentümer leicht in Stress ausarten. Eine weitere Frage ist, wie man damit umgeht, wenn ein Interessent zuerst große Euphorie erkennen lässt und dann bei der Besichtigung das Haus doch nicht mehr so schön findet.

Frage: Was sind das eigentlich für Leute, die ihr Haus anbieten: überwiegend Ältere, für die es jetzt zu groß oder nicht seniorengerecht ist?

Hertrampf: Das ist nur ein Teil. Es gibt auch viele, die aus beruflich Gründen den Wohnort wechseln. Oder der Eigentümer ist verstorben und die Erben bieten das Haus an.

Borchers: Es sind auch welche dabei, die möchten gar nicht verkaufen, was 30, 40 Jahre ihr Eigentum war. Aber nun steht die Entscheidung an – und da brauchen sie Rat.

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Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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