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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Beißt sich neuer Biber durch?

14.01.2016

Wildeshausen Riesig war die Freude, als 2007 bekannt wurde, dass sich nach langen Jahren der Abwesenheit wieder ein Biber an der unteren Hunte in Wildeshausen angesiedelt hatte. Angler sichteten den scheuen Nager, und Spaziergänger bestaunten die Holzspäne und sauber abgenagten Baumreste, die das gefräßige Tier hinterließ.

Umso größer war die Trauer, als Paddler im Herbst vergangenen Jahres das Biberweibchen tot im Wasser entdeckten (die NWZ  berichtete). Unter großer Kraftanstrengung zogen sie den Kadaver ans Ufer unter der Autobahnbrücke. Das imposante Tier wog mehr als 25 Kilo und maß 1,18 Meter. Auch die Biberburg wurde entdeckt.

Der zwischenzeitlich tiefgekühlte Biber wird derzeit im Oldenburger Landesmuseum untersucht und soll dauerhaft präpariert werden. Anhand der DNA wollen die Experten unter anderem die Herkunft klären. Denkbar ist, dass der Nager ausgesetzt wurde oder aus einer Population am Dümmer stammt, die aus Polen eingewandert ist.

Der Umwelt- und Naturschutz-Beauftragte des Fischereivereins Ralf Siemer hält es für ausgeschlossen, dass das Tier in einer Reuse eines Anglers oder Bisam-Jägers ertrunken ist. „Im Gegensatz zu Nebenerwerbs- oder Berufsfischer-Reusen sind die von unseren Anglern gestellten Aalkörbe nicht für Biber zugänglich“, betont Siemer. Auch ein Bisam-Jäger sei seiner Kenntnis nach nicht in der hiesigen Gegend tätig.

Wahrscheinlicher sei vielmehr eine natürliche Todesursache, denn der Biber habe ein für diese Tierart hohes Alter erreicht. „Dazu Krankheit und/oder zu hoher Stress bei den Vorbereitungen auf den Winter könnten letal gewesen sein“, so Siemer weiter.

Nicht nur er bedauert den Tod des Tieres, das zu den streng geschützten Arten zählt. Doch ob es sich wirklich um das einzige in der Hunte lebende Exemplar handelte, ist fraglich.

„Frische Pfotenabdrücke am Ufer auf einer neu angelegten Biberrutsche und wenige Tage alte Bissspuren deuten auf einen weiteren Artgenossen hin“, meint der Umwelt- und Naturschutzbeauftragte und weist auf einen angenagten Apfelbaum am Hunteufer.

Diesbezüglich bedeckt hält sich derweil noch Georg Schinnerer vom Amt für Naturschutz und Landschaftspflege beim Landkreis Oldenburg. „Das zweite Tier ist bislang nur mit Fraßspuren belegt“, gibt er zu bedenken. Zu prüfen sei jetzt, ob die Spuren tatsächlich vom Biber stammen und ob noch andere Bäume benagt sind.

Wichtig ist die Kenntnis von einem zweiten Biber nicht zuletzt für die Hunte-Wasseracht. Sie plant in dem besagten Gebiet den Anschluss des Altarms „Der große Sorre Ort“ an die Hunte (die NWZ  berichtete). Um bei den dafür nötigen Arbeiten keine eventuellen Unterwasser-Höhleneingänge zu zerstören, sind somit wohl weiterhin gezielte Tauchgänge nötig.

Uta-Maria Kramer Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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