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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Einzelhandel: Beratung bleibt unersetzlich

19.02.2013

Ganderkesee Wer sich beraten lässt, ist besser angezogen. Das steht für Petra Eggers fest. Nach Ansicht der Inhaberin von Eggers Moden in Ganderkesee ist im Straßenbild klar zu sehen, dass viele Menschen ihre Bekleidungsartikel via Internet bestellen. Durch die fehlende Beratung beim Internetkauf wüssten die Kunden nicht mehr, welche Kleidungsstücke zueinander passen würden, so Eggers.

Auch die Tatsache, dass fast nur Kleidungsstücke für junge Leute im Internet angeboten würden, sieht Eggers kritisch: „Die Generation ab 45 wird stark vernachlässigt“, so Eggers. „Die Leute wollen heute außerdem viel weniger Zeit für das Einkaufen aufwenden als früher“, hat Petra Eggers bemerkt. Dabei sei es kaum weniger zeitintensiv, wenn man eingekaufte Kleidungsstücke wieder zurückschicken müsse. „Die Mehrheit der Internetkäufer bestellt sich ja Sachen in mehreren Größen und schickt die nicht passenden Dinge wieder zurück“, sagt Eggers. „Das finde ich sehr umständlich.“ Und günstiger, wie viele meinen, seien die Klamotten im Internet fast nie.

Die in jüngster Zeit gestiegene Zahl an Internetbestellungen im Bereich der Modeartikel hat auf die Einzelhandelsgeschäfte in Ganderkesee offenbar unterschiedliche Auswirkungen.

Susanne Tönjes vom Modehauses Tönjes, Bergedorfer Straße, hat einen breiten Stamm an Kunden, die ihre Kleidung bei ihr im Geschäft kaufen und auf eine persönliche Beratung großen Wert legen. Falls sich ein immer größerer Anteil der Kunden für den Kauf per Internet entscheiden würde, sieht sie gravierende Nachteile auf diejenigen zukommen, die bei ihr die Beratung suchen. „Wenn es unser Geschäft eines Tages nicht mehr gibt und es durch den Internethandel womöglich weniger Geschäfte im Ort gäbe, dann würde schon eine Lücke entstehen“, so Tönjes.

Renate Drieling, Inhaberin der Jeans Scheune und Vorsitzende der Werbegemeinschaft Gantermarkt sieht auch ein ganz anderes Argument für den bewussten Kauf vor Ort. Es sei mittlerweile bekannt, dass die Arbeitsbedingungen im Versandhandel teilweise zu wünschen übrig lassen. Außerdem habe das gemeinsame Shoppen auch eine soziale Alleinstellung: „Man geht mit Freunden in die Stadt, kauft sich Klamotten, geht etwas essen oder einen Kaffee trinken. Wenn man nur im Internet kauft, dann redet man immer weniger mit anderen Menschen.“

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Der wachsenden Konkurrenz aus dem Internet steht sie kritisch gegenüber: „Für kleinere Orte wie Ganderkesee ist es durchaus ein Problem, wenn Geschäfte schließen müssten, weil es sich für sie nicht mehr lohnt“, sagt Drieling. „Es hängen ja auch Arbeitsplätze daran.“ Gerade für ältere Leute sei die persönliche Beratung vor Ort wichtig. „Sie wollen die Kleidung anprobieren und anfassen“, sagt Renate Drieling.

Die Beratung im Geschäft schätzen auch die Kunden von Heike Blech, Inhaberin des Unterwäschegeschäfts „Feines für Drunter“. „Gerade im Wäschebereich merke ich, dass die Leute lieber hier im Laden kaufen als sich Unterwäsche im Internet zu bestellen“, berichtet Blech.

Jonas Schönrock Barßel / Redaktion Münsterland
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