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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Heinkelfreunde Bremen-Unterweser: Mit dem Roller zu neuen Zielen

20.03.2019

Bergedorf Wenn Heinz Timmermann mit seinem dunkelroten Roller, Baujahr 1962, nach Ganderkesee zum Einkaufen fährt, hat er meistens den Supermarkt noch nicht einmal betreten, schon ist er in ein Gespräch verwickelt. Aber nicht nur hier erregt der Heinkel-Enthusiast Aufsehen. „Man wird überall sofort angesprochen“, erzählt der 73-Jährige lächelnd.

Die drei „Heinkel Tourist“ (alle Modell 103 A2 und A1), die Timmermann nicht nur in seiner kleinen Werkstatt zu Hause in Bergedorf hegt und pflegt, sondern alle auch regelmäßig ausfährt, erweisen sich immer wieder als Türöffner. Schließlich gibt es noch viele Menschen, die Erinnerungen damit verbinden. „Damals war das der Mercedes unter den Rollern“, beschreibt Timmermann die Bedeutung des Heinkel-Rollers zu Zeiten des Wirtschaftswunders.

Club-Vorsitzender nimmt Neueinsteiger an die Hand

Noch etwa 7500 Roller der Ernst Heinkel AG sind heute weltweit unterwegs. Gebaut hat sie der ehemalige Flugzeugbauer zwischen 1953 und 1965 zunächst in Stuttgart-Zuffenhausen, dann in Karlsruhe. Als einziger deutscher Motorroller seiner Zeit war der Heinkel Tourist mit einem Viertaktmotor ausgestattet.

Rund 5000 Mitglieder sind im 1983 gegründeten Heinkel-Club Deutschland organisiert – einem der größten Oldtimer-Clubs Europas. 2001 schlossen sich einige Mitglieder zu einem Regionalclub zusammen – den Heinkelfreunden Bremen-Unterweser.

An jedem zweiten Mittwoch im Monat kommen 30 Heinkel-Liebhaber aus der Region um 19 Uhr in „Grothenns’s Gasthaus“, Arberger Heerstraße 101 in Bremen-Arbergen, zusammen. Gäste sind herzlich willkommen, wie Vorsitzender Heinz Timmermann betont. Das gilt auch für den Saisonauftakt, das „ Anheinkeln“, am Samstag, 6. April: Dazu treffen sich die Heinkelfreunde um 9.30 Uhr auf dem Parkplatz des Ganderkeseer Famila-Marktes und sind etwa eine Stunde lang vor Ort.

Interessierten Neueinsteigern mit Motorradführerschein – auch (noch) ohne eigenen Roller – steht Heinz Timmermann gerne zur Seite. Er bietet an, sie bei einem Schnuppertag in sein Hobby einzuführen und mit ihnen auf Spritztour zu gehen. Auch bei der Anschaffung, Reparatur und der Einstellung eines Rollers wäre er gerne behilflich. Kontakt unter Telefon  04222/8143.

Infos zum Regionalclub: www.heinkel-club-bremen.de

Er selbst fing vor 40 Jahren Feuer, als sein Bruder besagten Roller in Zahlung genommen, aber kein großes Interesse an dem Fahrzeug hatte. Timmermann zerlegte es in Einzelteile, bereitete die Teile auf und baute alles neu zusammen. „Danach hatte ich gefühlt einen neuen Roller!“

Acht Jahre später kam der zweite hinzu – ein gelbes Modell, Baujahr 1959, das er 2001 um einen Einspuranhänger ergänzte. Roller Nummer drei, ein Royal-Gespann von 1962, wurde dank seines Beiwagens schließlich vor 30 Jahren zum Familiengefährt. Unter anderem fuhr Heinz Timmermann damit samt Ehefrau Edda, dem damals zehnjährigen Sohn und Zelt nach Amsterdam.

Überhaupt sind lange Strecken die Stärke der Oldtimer. Zum Jahrestreffen des Heinkel-Clubs in Stuttgart etwa reiste Timmermann mit dem Roller. Selbst Touren durch Südtirol hat das Ehepaar damit unternommen. 8244 Kilometer weist das kleine Fahrtenbuch für 2018 auf, das Heinz Timmermann in seiner Garage aufbewahrt. Viele davon hat er zusammen mit anderen Mitgliedern des Regionalclubs Heinkelfreunde Bremen-Unterweser zurückgelegt, dem der Bergedorfer seit zwei Jahren vorsteht.

Aktuell 30 Heinkelfreunde im Alter von 57 bis 83 Jahren treffen sich regelmäßig in Bremen, um gemeinsame Ausfahrten und Reisen zu planen, die Beschaffung von Ersatzteilen zu organisieren oder Reparaturtipps auszutauschen. Gerne würde Timmermann neue Mitglieder willkommen heißen. Interessierte möchte er persönlich auf dem Weg zum eigenen Roller begleiten (siehe Infobox).

Der Regionalclub ist kein eingetragener Verein, sondern ein zwangloser Zusammenschluss von Roller-Freunden, die gerne Freizeit miteinander verbringen. Zu den Höhepunkten des Jahres zählt das internationale Heinkel-Treffen, bei dem immer rund 500 Gleichgesinnte mit 250 Heinkel-Rollern und -Kabinen zu „Benzingesprächen“ zusammenkommen. Auch die Bremer waren 2014 schon Gastgeber des Treffens.

Auf eine riesige Investition müssen sich angehende Oldtimer-Roller-Besitzer nicht einstellen: Gut erhaltene Exemplare seien bereits für 3000 Euro zu bekommen, sagt Timmermann. „Dafür gibt es schon was Ordentliches!“

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Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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