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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Radwegbau in Bergedorf soll 2021 starten

01.10.2019

Bergedorf-Ohe Der Wunsch nach einem Radweg in Ohe ist seit Jahrzehnten Thema im Dorf – und er beschäftigte die Bergedorfer sogar am Sonntagnachmittag, als im Feuerwehrhaus Erntedank gefeiert wurde. Nach drei Jahrzehnten scheint es nun voran zu gehen mit dem Vorhaben, um das es zuletzt still geworden war: „Es ist fast alles in trockenen Tüchern“, berichtete Bürgermeisterin Alice Gerken bei ihrer kurzen Ansprache.

Und noch eine gute Nachricht hatte die Verwaltungschefin mitgebracht: Im Zuge der Erarbeitung eines gemeindeweiten Feuerwehrbedarfsplans werde auch in Bergedorf einiges verbessert, kündigte sie an – ohne allerdings schon konkrete Maßnahmen zu benennen.

Lob von der Bürgermeisterin gab es für die Koppelkinner der Speelkoppel Hoyerswege unter der Leitung der Bergedorferin Linda Timmermann. Sie hatten bei der Erntedankfeier – neben dem Singkreis Bergedorf-Immer unter der Leitung von Dietrich Stobbe – den Unterhaltungspart übernommen und brachten die Dorfgemeinschaft mit plattdeutschen Sketchen und Gedichten zum Lachen. In puncto Sprachpflege habe „Bastrup“ mit seinem Ortsschild eine Vorreiterrolle eingenommen, so Gerken. „Andere haben nachgezogen.“

Auch Dorfausschuss-Vorsitzender Friedhard Johannes nutzte die Zusammenkunft im Anschluss an den Gottesdienst mit Pastorin Uta Brahms in der Fahrzeughalle der Feuerwehr, um auf einige Punkte zur Ortsentwicklung einzugehen. So sei damit zu rechnen, dass nach der aktuellen Vegetationsperiode die praktische Umsetzung des Repowerings im Windpark Bergedorf starte.

Ausschuss wird Verein

Zudem verkündete der Vorsitzende des Dorfausschusses eine Neuigkeit in eigener Sache: Möglichst bereits zum Frühjahr 2020 strebe man Vereinsstatus an. „Das erleichtert uns unter anderem die Annahme von Zuwendungen“, erklärte Johannes den Hintergrund der anstehenden Veränderung. Seinen Dank richtete er an die Nachbarschaft des Denkmals, die dort die Pflegemaßnahmen übernommen habe.

Johannes ging ebenfalls kurz auf den geplanten Radwegebau ein. „Ich bin zuversichtlich und optimistisch, dass wir 2021 an dieser Stelle auf den neuen Radweg blicken werden.“ Die Gemeindeverwaltung peilt einen Baubeginn im Frühjahr 2021 an. Allerdings: Vor dem Anrücken der Bauarbeiter auf die rund 1600 Meter lange Strecke des Ohe-Radwegs von der Alten Dorfstraße bis zur Dehlthuner Straße ist noch einiges zu erledigen, wie Meike Saalfeld von der Gemeindeverwaltung auf Nachfrage der NWZ mitteilte.

Eine wichtige Hürde hat das Vorhaben, das im Sommer 2018 vom Ausschuss für Straßen und Verkehr auf den Weg gebracht wurde, aber schon genommen: „Die Grundeigentümer haben den Verkäufen ihrer dazu nötigen Flächen zugestimmt, Verträge sind aufgesetzt und Notartermine wurden vereinbart“, so Saalfeld.

Seien die Verkäufe erfolgt, müsse das Planfeststellungsverfahren durch den Landkreis eröffnet werden. „Das könnte Anfang 2020 soweit sein, ein solches Verfahren läuft etwa neun Monate.“ Erst dann würden die erforderlichen Bauleistungen ausgeschrieben. Sollten sich passende Angebote darunter finden, könnte der Bau endlich starten – „aber nicht mehr in 2020“, betonte die Verwaltungsmitarbeiterin.

Kein Bau über den Winter

Denn Tiefbauarbeiten und der Winter, das passe schlecht zusammen. Frühestmöglicher Baubeginn könne darum erst im Frühjahr 2021 sein. Wie lange die Arbeiten an der nordseitigen Verbindung der Straße Ohe dann dauern, könne derzeit ebenso wenig abgeschätzt werden wie die Kosten des Radwegs. Deren angepeilte Höhe war mit den Jahren immer weiter angestiegen. „Prognosen geben wir wegen des langen Zeitraums bis zur Ausschreibung der Leistungen nicht ab“, betonte Meike Saalfeld.

2017 war die Verwaltung noch von Kosten in Höhe von rund 550 000 Euro einschließlich der Planungskosten ausgegangen. Vor gut zwölf Monaten kündigten die Planer plötzlich 100 000 Euro an Mehrkosten an – vor dem Hintergrund der brummenden Baukonjunktur wohl sicher nicht die letzte Verteuerung. Auch die Planungen verzögerten sich: Zunächst hatte es geheißen, Anfang 2019 könne das Planfeststellungsverfahren eingeleitet, der Bau 2020 begonnen werden.

Einen Teil der Kosten kann die Verwaltung aber aus Finanzhilfen des Landes zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur bestreiten. Stellt das Rathaus beim Land einen entsprechenden Antrag im Rahmen des Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (NGVFG), dann sind immerhin bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten als Erstattung drin.

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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Thorsten Konkel Redakteur, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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