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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Hallenbad: „Besucher blechen nicht für Blechbecken“

28.10.2010

WILDESHAUSEN „So eine wichtige Frage kann nicht mit einer Stimme Mehrheit entschieden werden“, meinte Manfred Rebensburg. „Das müssen wir gemeinsam hinkriegen.“ Die Rede ist vom künftigen Hallenbad in Wildeshausen. Da das Ultimatum für das alte Bad ticke, müsse eine Lösung gefunden werden. Die Interessengemeinschaft (IG) Hallenbad gab am Dienstagabend den Befürwortern einer Neubaulösung Gelegenheit, ihre Argumente vorzutragen.

„Eine Sanierung der mit Chloriden verseuchten Bauteile ist baupraktisch nicht möglich“, zitierte der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Uwe Leinemann aus dem Gutachten von Dipl.-Ing. Horst Bellmer zum Hallenbad. Eine Sanierung berge das Risiko einer Kostensteigerung von 20 Prozent und könne leicht ein „Fass ohne Boden“ werden. Dies zeige derzeit die Sanierung des Hallenbades in Cloppenburg. Ein Neubau sei daher in wirtschaftlicher, in ökologischer Hinsicht, aber auch angesichts des demografischen Wandels die beste Lösung, so Leinemann im voll besetzten Ratssaal.

12,5 Mio. Euro für Neubau

Lege man die derzeitigen Gutachten zugrunde, koste die Sanierung inklusive Baunebenkosten 8,2 Mio. Euro; der Neubau etwa 12,5 Mio. Euro. Leinemann: „Wenn für Ihr Auto Reparaturen von 8200 Euro anstehen, aber ein Neuwagen für 12 500 Euro auf dem Hof steht: Wofür würden Sie sich entscheiden?“ Beim Neubau lasse sich dank neuer Baustoffe und innovativer Heiztechnik erheblich Energie einsparen. Zudem könne – im Gegensatz zur Sanierung – ein Festpreis vereinbart werden. Die Sanierung biete keine Attraktivitätssteigerung. Die Bürger wollten nicht mehr Geld dafür zahlen, um in einer Blechwanne zu schwimmen. Weiterhin führte er als Argumente für den Neubau an:   Kein Kostenrisiko,  Gewährleistung in den ersten Jahren und längere Betriebsdauer als saniertes Bad, Niedrigere Betriebskosten, Optimierung der Personalkosten durch entsprechende Planung auf einer Ebene,  Höhere Besucherzahlen durch Attraktivitätssteigerung Keine Schließungsphase: Das alte Bad wird nach Einweihung des neuen Bades abgerissen sowie  Nutzung der Umkleiden für Hallenbad und Freibad.

Das neue Bad sei barrierefrei, also ohne Stufen. Um es für junge Familien attraktiv zu machen, gäbe es ein Kinderplanschbecken. Leinemann wies darauf hin, dass sich die zehnköpfige „Arbeitsgruppe Schwimmbad“ mit großer Mehrheit für die Neubaulösung ausgesprochen habe. In dieser AG war nur je ein Vertreter von CDU und FDP.

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OOWV-Schild am Klärwerk

Um den vom Rat beschlossenen Neubau finanzieren zu können, brachte Leinemann erneut den Verkauf des Klärwerks an den OOWV ins Spiel: „Unsere Kinder haben nichts davon, wenn vor dem Klärwerk OOWV oder Stadt steht.“ Von einem neuen Bad hätten alle etwas, zumal die Abwassergebühren stabil bleiben würden und es in anderen Gemeinden gute Erfahrungen mit dem Verkauf des Abwassernetzes gebe. Dies wurde von zahlreichen Rednern, darunter Bürgermeister Dr. Kian Shadihi, bezweifelt (siehe Kasten). Klärwerksleiter Matthias Schnieder wies darauf hin, dass die Anlage in einem „Top-Zustand“ sei.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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