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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Arbeit: Betriebe suchen noch Lehrlinge

30.08.2016

Ganderkesee Metzger, Bäcker, Tischler – Berufe, die früher gefragt waren. Heute werden sie immer seltener angestrebt. „Das ist der allgemeine Trend“, sagt Hartmut Günnemann, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land. Vor knapp einen Monat ist der neue Ausbildungsjahrgang gestartet. Die NWZ  hakte nach, ob noch Plätze unbesetzt geblieben sind.

Tatsächlich haben die Betriebe noch Bedarf. Günnemann führt den Rückgang der Bewerberzahl unter anderem auf den demografischen Wandel zurück. „Wir haben weniger Schülerinnen und Schüler, geringere Geburtenjahrgänge, und gleichzeitig eine zum Glück florierende Wirtschaft“, erklärt er. Dort finde ein Wettbewerb zwischen den Branchen statt. Immer mehr Jugendliche wollten studieren. „Wir empfehlen, erst eine Lehre und danach das Studium zu machen.“ So könnten später praxisnähere Lösungen erarbeitet werden.

Auch Herbert Oetken (Ganderkesee), Obermeister der Baugewerke-Innung, kennt das Thema. „Ich selbst habe noch einen jungen Mann in Ausbildung, der ist im dritten Lehrjahr“, sagt er. In diesem Jahr habe er niemanden einstellen wollen. Dennoch: Es habe auch keine Anfragen gegeben. „Das war früher anders“, weiß Oetken. „Der Beruf ist nicht im Trend.“

Diese Problematik ist auch Kreishandwerksmeisterin Britta Jochims (Hoykenkamp) bekannt: Viele würden sich die Hände nicht mehr schmutzig machen wollen, meint sie. „Ich habe bewusst keinen neuen Azubi eingestellt“, sagt Jochims, die in ihrem Betrieb noch eine Auszubildende im zweiten Lehrjahr hat. „Die Nachfrage war aber auf jeden Fall da.“ Aber: Allgemein sei die Zahl der Auszubildenden rückläufig. Viele würden studieren; doch „was nützt einem ein Tisch voller Zeichnungen, und niemand kann es mehr umsetzen“, veranschaulicht sie die fehlende Praxisnähe.

Die Wende hin zum Studium sieht auch Carsten Wichmann (Immer), Obermeister der Tischler-Innung. „Viele versuchen, einen Hochschulabschluss zu schaffen und werden dort relativ leicht durchgewunken“, sagt er. Es handele sich um ein allgemeines Imageproblem des Handwerks. „Wir klagen noch auf hohem Niveau“. Bisher könne er aus den Bewerbern aussuchen. Trotzdem: „Es ist weniger geworden.“ Und: Das Bildungsniveau habe sich verändert. Vermehrt kämen Abiturienten, die vor dem Studium eine Lehre absolvieren wollen: „Die Schere ist auseinander gegangen – die Mitte fehlt.“

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Auch bei den Fleischern gehört der Nachwuchsmangel zum Alltag: „Es sind weniger geworden“, sagt Hergen Kämena (Heide), stellvertretender Obermeister der Fleischer-Innung. Das liege am Image des Berufs. Dennoch hat er noch keine allzu großen Sorgen: Seit 1. August arbeiten drei neue Azubis im Betrieb.

Nicht mehr so viele Auszubildende wie noch in den vergangenen Jahren hat die Ganderkeseer Bäckerei Tönjes, wie Geschäftsführerin Sabine Tönjes sagt. Früher seien es 18 neue Azubis im Jahr gewesen, in diesem Jahr habe sie neun eingestellt.

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