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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

„Beulendoktor“ arbeitet mit viel Gefühl

22.03.2012

WILDESHAUSEN 14 Uhr: Die Mittagspause ist vorbei. Die Mitarbeiter des Autolackierer- und Karosseriefachbetriebes Siegfried Buhl in Wildeshausen sind an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt. Es ist Freitag, und so langsam stellt sich die Vorfreude auf das Wochenende ein. Mit dem Besen wird auf dem Hof gekehrt. In den Hallen wird aufgeräumt, aber natürlich auch gewerkelt. Bis die 24 Mitarbeiter des Fachbetriebes im Gewerbegebiet an der Düngstruper Straße ins Wochenende gehen, steht noch einiges an Arbeit an.

Markus Buhl leitet den Betrieb in Wildeshausen. Aber auch in Bremen und Delmenhorst ist der Autolackierer- und Karosseriefachbetrieb mit zwei weiteren Filialen zu finden. Dort sind die beiden Brüder jeweils tätig.

Die Firmengeschichte schreibt sich rasant: 1973 gründete Siegfried Buhl in Bremen an der Neuenlander Straße einen Autolackierfachbetrieb. Nach einem Umzug ins Gewerbegebiet Mittelshuchting (1979) wurde der Betrieb dort 1991 mit einer zweiten Halle erweitert. Im gleichen Jahr eröffnete Buhl in Wildeshausen den Betrieb.

In den vergangen 21 Jahren hat der Fachbetrieb in der Kreisstadt eine starke Expansionsphase erlebt. „2004 haben wir die ISO-Zertifizierung DIN 9001 erhalten“, erklärt Markus Buhl. Damit werden auch Garantiearbeiten für Markenfahrzeuge vorgenommen. 2006 kam der Betrieb in Delmenhorst an der Syker Straße hinzu.

Letzter Schliff für SL

„2008 haben wir das Büro hier in Wildeshausen modernisiert und erweitert. 2009 folgte der Bereich Karosserie mit Mechanik, Elektronik und Instandsetzung“, erklärt Buhl weiter. Nur ein Jahr später wurde eine benachbarte Halle gekauft, in der die Abteilung Kfz-Instandsetzung inklusive Beulenservice untergebracht worden ist. Und die Planungen gehen weiter. Noch in diesem Jahr sei eine Vergrößerung des Büros geplant.

Apropos Beulenservice. Mit Evgenij Rein hat Buhl sogar einen „Beulendoktor“ beschäftigt. Mit viel Feingefühl, Erfahrung und entsprechender Technik beseitigt der Fachmann für Dellen die hässlichen Beulen aus dem Lack. Ohne Lackarbeiten.

Carmen Müller sitzt in der Auftragsannahme. Zu ihr kommen die Kunden zuerst. Nach einer kurzen Nachfrage bezüglich des Schadens oder des Kundenwunsches ist auch schon Markus Buhl zur Stelle. Er kennt die Not der Leute. Das eigene Auto ist kaputt. Ein Wildunfall, ein Unfallschaden, ein Rempler auf dem Parkplatz oder auch die Instandsetzung eines Oldtimers: Die Kundenanfragen sind vielfältig.

Wie zum Beweis deutet Buhl in die Halle mit der Lackierabteilung. blankes geschliffenes Metall und abgedeckte Scheiben sind zu sehen. Lackiermeister Martin Brand gibt dem Mercedes 190 SL-Oldtimer den letzten Schliff. „Das ist ein Fahrzeug eines Liebhabers, der den Wagen von Grund auf wieder aufbauen lässt. Der SL wurde aus der USA wieder nach Deutschland geholt.“ Es handelt sich um einen SL Pagode. Den Beinamen erhielt der Oldie für sein nach innen gewölbtes Hardtop. „Das ist eigentlich nur ein zeitaufwendiges Nebengeschäft, solche alten Fahrzeuge wieder aufzuarbeiten“, erklärt Buhl. Das Hauptgeschäft spielt sich in Aufträgen von Autohäusern, Privatkunden und der Beseitigung von Unfallschäden ab. „Dabei geht es um Autos, wie sie jeder täglich fährt.“

Diagnose für Unfall-Pkw

Während des Gesprächs geht es weiter in die nächste der vier Firmenabteilungen, den Finish-Bereich. „Wenn das Auto lackiert worden ist, kommt es hier her.“ Leichte Staubeinschlüsse werden beseitigt. Andreas Petrenko, einer der beiden Auszubildenden im dritten Lehrjahr, erledigt gerade diese Arbeiten. Hier werden auch Fahrzeuge wieder aufpoliert. Es ist ein neues Angebot von Buhl. Beseitigen von Unfallschäden, Instandsetzung auf der Richtbank und Schweißarbeiten sind dagegen in Abteilung III, der Karosserie-Abteilung, beheimatet.

Die vierte und letzte Abteilung befindet sich in einer neuen Halle auf dem Firmengeländen. „Die Annahme und Diagnose der Unfallwagen erfolgt hier. Ebenso wie die Vermessung großer Schäden. Elektronik- und Technik-Arbeiten werden hier ausgeführt“, sagt Buhl. Der jüngste Hallenzukauf steht für die Aufbereitung von größeren Fahrzeugen, darunter Wohnmobile, zur Verfügung. Eines ist am Ende klar: Des Deutschen liebstes Kind ist immer noch der fahrbare Untersatz – am besten ohne Beulen.

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