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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Bewegte und launige Abschiedsworte

09.06.2017

Wildeshausen Zum Schluss ist es noch einmal emotional geworden: Am Rande des traditionellen Kalbsbrühe-Essens der Wachkompanie wurden der Präsident des Gildegerichts, Heinrich Boning, und Tambourmajor Wolfgang Niester feierlich verabschiedet und zu Ehrenmitgliedern der Wachkompanie ernannt.

Der Oberst der Schützengilde, Willi Meyer, würdigte den vielfältigen Einsatz Niesters in der Wachkompanie, den er seit 1970 „ohne Ausfallerscheinungen – zumindest für uns nicht wahrnehmbar“ – leistete. Besonders würdigte er Niesters Verdienste bei der Ausrichtung des Kinderschützenfestes. „Du warst und bist ein toller Kamerad“, resümierte Meyer.

„Ich habe die Zeit sehr genossen und hätte nicht gedacht, dass sie so lang würde“, sagte Wolfgang Niester, der die Würdigung sichtlich bewegt entgegennahm und die goldene Kordel an der Mütze an seinen Nachfolger Thorsten Niester übergab. „Ich versuche, es so gut wie möglich zu machen“, versprach er den Anwesenden. „Die Hürde ist hoch, aber ich weiß, ihr werdet mich nach Kräften unterstützen.“

Zur Verabschiedung Heinrich Bonings verwies Willi Meyer nicht nur auf dessen über 50 geleisteten Dienstjahre für die Gilde, sondern auch auf seine vielen Bücher und Veröffentlichungen, die „vor allem seinen nicht ganz so seriösen Lebenswandel darstellten“. Unter anderem erinnerte er auch an einen Aufruf Bonings, das Gildefest zu meiden. Der sei aber nicht problematisch gewesen, erklärte Boning; denn „ich bin mein Leben lang eh nie ernst genommen worden“. Als Gilderichter jedoch habe Boning mit größter Konsequenz (Un-)Recht gesprochen, was der Kasse der Gilde gut getan habe, betonte Meyer.

„Ich hatte auf diese Aufgabe von Anfang an gar keine Lust“, stellte Boning in seiner launigen Dankesrede klar. „Irgendjemand muss mich damals spirituös beeinflusst haben. Es ist ja nicht meine Art, jeden Tag so dummes Zeug daherzureden.“ Der Gilde dankte er für die Heimatverbundenheit und Geborgenheit, die ihm der Dienst über die Jahre gegeben habe. „Es ist ein tolles Gefühl, wenn man aus Bremen oder Oldenburg nach Hause kommt und das erste, was man hört, ist ’Moin, Heini.’“

Die rote Mütze des Gerichtspräsidenten übernimmt jetzt Otto Böttcher. Der gebürtige Kölner dankte Boning seinerseits für seine langjährige Freundschaft sowie für das Gefühl, in Wildeshausen ebenfalls seine Heimat gefunden zu haben.

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Schützengilde | Gildefest Wildeshausen

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